Zitate

  • „Wir operieren hier nicht am offenen Herzen“. Mir ist es wichtig, im Schneideraum keinen Druck zu haben.“


    Claudia Wolscht, Spielfilm-Cutterin aus Köln, auf die Frage, welcher professionelle Rat ihr am meisten geholfen hat. Gefunden auf schnitt.de, zitiert aus einem Interview im Buch Dominik Graf: Im Angesicht des Verbrechens. Fernseharbeit am Beispiel einer Serie.Berlin/Köln 2010. Alexander Verlag, ca. 360 Seiten. ca. 24,90 Euro.

  • Das Schneiden ist der einzige Vorgang, bei dem der Film keine Anleihen bei anderen Künsten macht. Man kann doch sagen, dass das Drehbuchschreiben eine Anlehnung an die Literatur darstellt, das Proben vor der Kamera dem Theater entliehen ist, das Drehen eine Anwendung der Photographie bedeutet. Nur beim Schneiden ist der Film ganz bei sich, er hat etwas, was keine andere Kunstform aufweisen kann.
    (Stanley Kubrick, Regisseur und Autor, Eyes Wide Shut, Full Metal Jacket, The Shining, Barry Lyndon, A Clockwork Orange, 2001: A Space Odyssey, ua)

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    „Am Schneidetisch wird aus Gestammel Rhetorik. Weil es diese rhetorische Artikulation gibt, ist der Diskurs ohne Artikulation im Schneideraum Gestammel.“
    Harun Farocki, Regisseur, Produzent, Autor & Editor (z.B. Etwas wird sichtbar, Leben – BRD, Gefängnisbilder, Die Schöpfer der Einkaufswelten)

  • Das Schneiden ist der einzige Vorgang, bei dem der Film keine Anleihen bei anderen Künsten macht. Man kann doch sagen, dass das Drehbuchschreiben eine Anlehnung an die Literatur darstellt, das Proben vor der Kamera dem Theater entliehen ist, das Drehen eine Anwendung der Photographie bedeutet. Nur beim Schneiden ist der Film ganz bei sich, er hat etwas, was keine andere Kunstform aufweisen kann.
    (Stanley Kubrick, Regisseur und Autor, Eyes Wide Shut, Full Metal Jacket, The Shining, Barry Lyndon, A Clockwork Orange, 2001: A Space Odyssey, ua)

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    „Das Schneiden ist der einzige Vorgang, bei dem der Film keine Anleihen bei anderen Künsten macht. Man kann doch sagen, dass das Drehbuchschreiben eine Anlehnung an die Literatur darstellt, das Proben vor der Kamera dem Theater entliehen ist, das Drehen eine Anwendung der Photographie bedeutet. Nur beim Schneiden ist der Film ganz bei sich, er hat etwas, was keine andere Kunstform aufweisen kann“.


    Stanley Kubrick, Regisseur und Autor (Eyes Wide Shut, Full Metal Jacket, The Shining, Barry Lyndon, A Clockwork Orange, 2001: A Space Odyssey, u.a.) zitiert von der aea-Homepage.



  • „At the beginning you have no plan, only an idea of what the film might be. Then you say, „oh, that´s good, that´s a story, that´s a character, there´s themes in here we are happy with“, and it all holds together. Then you bring in the actors, the art department, costume department and everybody else in and things start shifting ever since. I mean, we still got the same map, we know the destination, but there´s been some meandering going on…

    And finally when you´re editing, and that´s the major point, you realize you shot everything in the wrong order. So we move it around again. But it ends up being the same film.

    It´s always strange how that happens, I get quite mystical about it. I basically feel the film is making itself and it forces us all to march at the beat of its drum, and not mine.“


    Terry Gilliam, Monty Python-Mitglied & Regisseur (Brazil, Fear and Loathing in Las Vegas, The Imaginarium of Doctor Parnassus), zitiert aus dem podcast The BBC Film Programme (2009)



  • „I think great editing skill will protect the director from suicide.“


    Sean Penn
    , Schauspieler und Regisseur (Milk, 21 Grams, Dead Man Walking; Into the Wild, The Indian Runner), zitiert aus The Cutting Edge: The Magic of Movie Editing (DVD)



  • „The last draft of the screenplay is the first cut of the movie. And the final cut of the movie ist the last draft of the script.“


    Quentin Tarantino, Regisseur & Autor (Reservoir Dogs, Pulp Fiction, Kill Bill, Inglorious Basterds), zitiert aus The Cutting Edge: The Magic of Movie Editing (DVD)



  • „Ich bin fett und glücklich, liebe das Leben, weil ich meine neuen Filme schneiden darf. Der Schnitt ist das Schönste am Film, man hat die Bilder im Kasten und ganz in Ruhe erzählt einem der Film, wie er aussehen will. Nicht ich schneide, sondern es schneidet – das ist das Geheimnis, die Überraschung, die so viel Spass macht – wie wird der Film werden, was wird er für eine Aussage haben, keine Ahnung, ganz am Ende werde ich es wissen, und dieses Ende erwarte ich fiebernd.“


    Rosa von Praunheim, Regisseur („Die Bettwurst“, „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“, „Meine Mütter – Spurensuche in Riga“)



  • „Die Vollendung gehört dem Schnitt. Das ist eine enorme Verantwortung. Jede kleinste Entscheidung verändert den Kurs, sogar den Kurs der Geschichte. Und das ist ein gewaltiger Prozess – sehr schön.“


    Mathilde Bonnefoy, französisch-deutsche Cutterin (Lola rennt, Der Krieger und die Kaiserin, The International), zitiert aus Schnitte in Raum und Zeit (DVD)