Literatur

  • Eine Dokumentation von Herbert Krill
    ©2008 / 45 min / sehen! film Köln / Kamera: Roland Breitschuh / Schnitt: Gg
    Erstausstrahlung: Freitag, 17. Dezember 2008, 21.15h auf 3sat
    Vorführungen bei der Frankfurter Buchmesse 08 und der Buch Wien 08

    Als Lion Feuchtwanger 1958 im Alter von 74 Jahren stirbt, gilt er als einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache. Seine Romane wie „Jud Süß“, „Die Geschwister Oppermann“ oder „Die Jüdin von Toledo“ erreichten Millionenauflagen und wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Anlässlich seines 50. Todestages zeigt 3sat ein Porträt des Romanciers und Weltbürgers, der ein Drittel seines Lebens im Exil verbrachte. -> 3sat

  • Doku / 30 min / PAL 16:9 / © ORF 3sat & AVIMedia / entstanden im Rahmen eines Seminars der Werkstätte Kunstberufe
    Regie: Peter Zurek / Kamera: Alex Haspel / Schnitt: Gernot Grassl
    Erstausstrahlung: 25. Mai 2008, 18.30h 3sat

    Jedes Jahr im Herbst wird Wien zur lesenden Stadt – zumindest nach dem Wunsch des Bürgermeisters, der kostenlos 100.000 Bücher verteilen läßt, um die Wienerinnen und Wiener zum Lesen zu animieren. Die Aktion Eine Stadt. Ein Buch. ist Teil der Buchwoche, die im Rathaus veranstaltet wird. Im November 2007 wurde „Fever Pitch“ des britischen Autors Nick Hornby ausgewählt.

    Hornby schildert die Emotionen und Zweifel im Leben eines jungen Anhängers des Fußballclubs Arsenal London. Beweggrund für diese Wahl war die EURO 08, die im Juni in der Schweiz und in Österreich veranstaltet wird. Der Film zeigt den Weg von 100.000 Fever Pitch-Ausgaben aus der Druckerei in die Kaffeehäuser, Schulen und auf die Wühltische der Buchhandlungen. Auch die Spieler der österreichischen Fußballnationalmannschaft, die sich im Trainingslager auf ein Länderspiel gegen England vorbereitete, erhielten ihre Gratisexemplare. Die Intellektuellen der Stadt nehmen die Aktion geteilt auf: Die Kunstvermittlerin Karin Schneider findet, dass es immer schön ist, wenn man „ein Buch geschenkt bekommt“, die Schriftstellerin Marlene Streeruwitz hingegen glaubt nicht daran, dass verschenkte Bücher das Leseverhalten der Wienerinnen und Wiener positiv beeinflussen würden. Der Kulturstadtrat schließlich zweifelt überhaupt am Mythos, der den lesenden Menschen idealisiert.

    Am Abend des Länderspiels freuen sich friedliche österreichische und englische Zuschauer im Wiener Ernst-Happel-Stadion auf das Match und ein Fan aus London findet, Nick Hornby „is a very good player“. Hornby seinerseits begeistert im überfüllten Prunksaal des Wiener Rathauses das Publikum bei einer Lesung aus Fever Pitch.

  • Regisseur Herbert Krill …hat eine ebenso unaufgeregte wie kenntnisreiche Dokumentation produziert. Sehr viel Sorgfalt hat Kameramann Roland Breitschuh bei der inszenierten Fotografie der Archivmaterialien an den Tag gelegt, die Gernot Grassl im Schnitt eindringlich (und nicht aufdringlich) montiert hat.
    …Am Ende ist es ein Film, den man sich als DVD für die Schule wünscht und als Wiederholung im Hauptabendprogramm des ZDF. Es ist öffentlich-rechtliches Fernsehen, das auf Sensationen, rhetorische Fragen, implizite Behauptungen und Superlative verzichtet und dennoch den Kern trifft.

    (Heinrich Mann Jahrbuch, Buddenbrookhaus, Lübeck, 2008)

  • Doku / 45min / ©2007 sehen!Film Köln für ZDF 3sat
    Regie: Herbert Krill / Kamera: Roland Breitschuh / Schnitt: Gernot Grassl
    Erstausstrahlung: 4. April 2007, 21.15 Uhr 3sat
    Sie waren Brüder und Konkurrenten: Thomas und Heinrich Mann, zwei der ganz großen Schriftsteller Deutschlands. Ihren Bruderzwist trugen sie halb privat, halb öffentlich aus – es gab Jahre, in denen sie kein direktes Wort miteinander wechselten. Doch bald nach Beginn des Zweiten Weltkriegs kommen sich die beiden – der eine jetzt 65, der andere bald siebzig Jahre alt – näher, als sie es je seit ihrer Jugend gewesen sind: in Los Angeles (aus dem 3sat-Pressetext).

    Mehr zu diesem Film auf der 3sat-Homepage.


  • Doku / 45 min / R: Jürgen Moors / Schnitt: Gg / ©2006 ZDF 3sat
    Ernst Molden ist der Leonard Cohen von Wien, meint die Wiener Stadtzeitung Falter, der neue Bob Dylan von unserer Seite des großen Teichs, meinen andere. Er schreibt wie ein Dichter und singt wie ein Henker.
    Im Filmportrait von Jürgen Moors werden die zahlreichen Facetten des Phänomens Ernst Molden in seinen verschiedenen Formen eindrucksvoll präsentiert. (mehr …)


  • Historische Dokumentation / ©2002 / 90min / R: Wolfgang Hackl / a1plus & ORF 3sat
    Mit Michael Heltau und Gabriele Buch
    Erstausstrahlung: 27.02.2002, 3sat
    Sendung am 24.02.2002, ORF: 45´-Version

    „…Autor Peter Zurek legte den Schwerpunkt auf die Tagebücher, Regisseur Wolfgang Hackl ersann atmosphärische und sinnfällige Bilder. Deren schönstes ist die Detailaufnahme einer Schreibmaschine, der die Kamera derart nahe kommt, dass die Stege der Lettern wie Grashalme erscheinen und das Innere zum bergenden Schiffsbauch wird…“
    (Süddeutsche Zeitung Nr 46, S 21)

    Der Film zeichnet das Leben Zweigs im Wien der Habsburgermonarchie nach und beschreibt seine Tätigkeit im Kriegsarchiv während des Ersten Weltkriegs. Die Ära seines erfolgreichsten Schaffens erlebt Zweig in Salzburg: Ende der zwanziger Jahre geht die kulturelle Prominenz in seinem Haus auf dem Kapuzinerberg ein und aus. Nur wenige Kilometer weiter – jenseits der Grenze – braut sich bereits das Unheil zusammen. Als die Polizei bei Zweig eine Hausdurchsuchung nach versteckten Waffen vornimmt, fasst er den Entschluss, ins Exil zu gehen. (mehr …)

  • Der heimatlose Europäer – Stefan Zweig
    „… Der dominante Sprecher Michael Heltau ähnelt
    Zweig in keiner Weise, dafür trifft er dessen Tonfall
    und Satzrhythmus. Trotz Detailfülle verliert diese
    Dokumentation nie den Überblick: Grandios über-
    blendet sie etwa die Flammen der Bücherverbrennung mit einer bleichen Sonne im brasilianischen Provinznest Petropolis und markiert so nachdrücklich Anfangspunkt und Endstation von Zweigs Passions-
    weg…“
    (FAZ 26.02.2002 Nr.48, S 54)
    „…Autor Peter Zurek legte den Schwerpunkt auf die
    Tagebücher, Regisseur Wolfgang Hackl ersann
    atmosphärische und sinnfällige Bilder.
    Deren schönstes ist die Detailaufnahme einer
    Schreibmaschine, der die Kamera derart nahe kommt, dass die Stege der Lettern wie Grashalme erscheinen und das Innere zum bergenden Schiffsbauch wird…“
    (Süddeutsche Zeitung Nr 46, S 21)

    „… Der dominante Sprecher Michael Heltau ähnelt Zweig in keiner Weise, dafür trifft er dessen Tonfall und Satzrhythmus. Trotz Detailfülle verliert diese Dokumentation nie den Überblick: Grandios überblendet sie etwa die Flammen der Bücherverbrennung mit einer bleichen Sonne im brasilianischen Provinznest Petropolis und markiert so nachdrücklich Anfangspunkt und Endstation von Zweigs Passionsweg…“
    (FAZ 26.02.2002 Nr.48, S 54)


    „…Autor Peter Zurek legte den Schwerpunkt auf die Tagebücher, Regisseur Wolfgang Hackl ersann atmosphärische und sinnfällige Bilder. Deren schönstes ist die Detailaufnahme einer Schreibmaschine, der die Kamera derart nahe kommt, dass die Stege der Lettern wie Grashalme erscheinen und das Innere zum bergenden Schiffsbauch wird…“
    (Süddeutsche Zeitung Nr 46, S 21)

  • Das Arthur Schnitzler Tagebuch.

    „… Nicht nur mit dem Titel kommen Wolfgang Hackl (Kamera und Regie) und Peter Zurek (Buch) dem Leben des Schriftstellers nahe. Was Franz Werfel in seinem Nachruf als österreichisches Schicksal sah, gewinnt in ihrer sehenswerten Dokumentation Konturen einer veritablen Tragödie…“
    (Die Welt, 05.01.2000)

    „…aus dem meist unspektakulären Text [des Tagebuchs] destillierten Peter Zurek und Wolfgang Hackl eine stimmungsvolle Blütenlese, die durch Michael Heltaus Rezitation reifen Glanz erhält…“
    (FAZ 08.01.2000)

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