Doku / 45 min / R: Jürgen Moors / Schnitt: Gg / ©2006 ZDF 3sat
Ernst Molden ist der Leonard Cohen von Wien, meint die Wiener Stadtzeitung Falter, der neue Bob Dylan von unserer Seite des großen Teichs, meinen andere. Er schreibt wie ein Dichter und singt wie ein Henker.
Im Filmportrait von Jürgen Moors werden die zahlreichen Facetten des Phänomens Ernst Molden in seinen verschiedenen Formen eindrucksvoll präsentiert.
Der Singer und Songwriter Ernst Molden verführt mit seinen minimalistischen, bis auf das Wesentliche reduzierten, musikalischen Darbietungen in die wunderbare Welt des poetischen Wiener Blues. Er demonstriert das Geschichtenerzählen in der Musik keine Domäne der Angloamerikaner ist. Oft wird man an den Rand des Abgrunds der österreichischen Seele geführt, um eine Mischung aus morbider Atmosphäre und melancholischem Lebensgefühl zu erfahren.
Die charismatischen Livedarbietungen aus verschiedenen Konzertmitschnitten seiner Formationen „Molden & Band“, „Molden Solo“ und „The Red River Two“, die Arbeit am Burgtheater, die tiefe Verwurzelung mit Wien, sowie Ausschnitte aus seinem Kultroman „Austreiben“ und dem Bildband „Wien: Hinweise im Umgang mit einer alten Seele“ vervollständigen das Bild eines der vielschichtigsten und interessantesten Künstler Österreichs. Ernst Molden lebt in seinem künstlerischen Schaffen den echten Wiener Blues. Als Hybrid aus Romancier, Singer und Songwriter versteht es Ernst Molden auf phantasievolle Art den Zuhörer mit Geschichten aus dem Alltag zu verzaubern.
www.ernstmolden.at

Buch & Regie: Jürgen Moors
Kamera: Konrad Edelbacher, Wolfgang Hackl, Alex Haspel
Handkamera: Sepp Nermuth
Steadicam: Robert Eder
Ton: Sebastian Postl
Schnitt: Gernot Grassl, Jürgen Moors
Produktionsleitung: Ursula Stahrmüller
Produzent: Wolfgang Hackl
Redaktion ZDF: Anja Fix


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