TV-Serie / A 2011 / 10 x 25 min / R: Paul Harather / Schnitt: Paul Harather,  Gernot Grassl
Ausstrahlung: ab heute jeden Donnerstag um 23:30 Uhr
Meine frisch begonnene zweite Zusammenarbeit mit Paul Harather und dem wunderbaren Team der Breitwandfilm geht heute in der ORF eins Donnerstag Nacht erstmals auf Sendung: Gregor Seberg als arbeitsloser Poet Anatol Mutri Straub-Stauperl philosophiert im Wartezimmer des AMS über aktuelle Themen der Woche – irgendwo zwischen genial und  völlig verrückt, liebenswert  und leicht aufdringlich. Letztendlich geht es hier um nichts Geringeres als um den Sinn des Lebens! Treffen – im wahrsten Sinne des Wortes – tun seine Einsichten seine wartenden AMS-Genossen (von wunderbar „frischen“ Schauspieler-Gesichtern gespielt), die sich unbedacht auf die (aussichtlose?) Diskussion einlassen oder gleich abwehren: „Du, lass mich in Ruhe, ich muss iPhone.“  Neben Sebergs gewaltiger Performance konterkariert Harather in Interview-Szenen mit den Protagonisten deren Charaktere, allein aus dem Kontrast zum Verhalten im Wartezimmer entsteht feinste Komik.
Auch produktionstechnisch ist dieses Projekt für mich Neuland: da die Sendungen Wochenaktualität haben sollen, ist der Zeitplan für die Erstellung einer Sendung denkbar knapp. Ideenfindung und Konzeption verschwimmen zeitlich mit dem Dreh, Schnittvorbereitungen wie Synchronisierung der 3 Kameras plus Ton folgen umgehend, für Schnitt, Mischung und Farbkorrektur steht logischerweise nur wenig Zeit zur Verfügung. Und dann? Wie heisst´s so schön: nach der Sendung ist vor der Sendung. Weiter geht´s…
Nach TV-Ausstrahlung ist „AMS – Mutris Welt „sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek als Video-on-Demand abrufbar.

Kommentare / 4 Kommentare

das ist das feinste an komik, was ich seit laaanger zeit gesehen habe. ich dachte ich pisch mich an;-) valentinesk oder so. freu mich schon auf nächsten donnerstag und hoffentlich noch viele folgen.

Karl Siebert, am 01. Okt 2011 um 07:49

Freut mich! Wird diese Woche meiner Meinung nach noch besser….;-) Viel Spass!

admin, am 04. Okt 2011 um 22:40

Eine wunderbare Sendung! Ein bisschen, wie ich finde, das Konzept von Olli Dittrichs Dittsche aufgegriffen und „österreichisiert“. Ein liebenswerter virtuoser Charakter, dieser Mutri, ähnlich zum Eberhard aus der Sendung „die Schlawiner“… Seberg mochte ich schon in dieser Rolle und als Mutri glänzt er abermals. Der Inder ist offensichtlich so indisch wie Wiener Schnitzel vom Kalb, und deshalb völlig unauthentisch, sorry. Ganz im Gegensatz zu Julia Jelinek, die ist zwar auch in Österreich aufgewachsen (?), spielt das Migrantenkind aber exzellent, allein ihr Blick als sich Mutri gestern anschickt sich zu ihr zu setzen, göttlich!

Christian, am 28. Okt 2011 um 21:23

Genial! Sensationell! Diese Sendung hat der Welt gefehlt. Unser Dank an alle, die mitwirken – und viel Kraft, Ausdauer und vor allem Spaß daran. Bitte weitermachen!

irene, am 12. Nov 2011 um 22:07

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