Empfehlungen


  • TV-Serie / A 2010-11 / 30 min / Regie: Paul Harather / Kamera: Marco Zimprich, Frederick Füssel / Schnitt: Paul Harather, Emily Artmann, Gernot Grassl, Elke Groen
    Mit Angelika Niedetzky, Michael Ostrowski, Gregor Seberg, Gerald Votava, Alexander Jagsch, Christian Dolezal, Suse Lichtenberger, Michael Smulik, Werner Wultsch und Tobias Ofenbauer, Sabrina White, Christiane Blumhoff, Doris Hindinger.
    Ausstrahlung: Heute Donnerstag | 09.06.11 | 23:30 Uhr
    Meine heissgeliebte Schlitzohren-Truppe tritt heute Abend zum – vorerst? – letzten Mal in Aktion. Alles dreht sich um die Frage: Wor do nu wos? Es ist nicht leicht mit diesen peinlichen Gschichtln aus längst vergangenen Tagen. Inklusive Gaststar-Auftritten der bayrischen Kult-Schlawiner Biermösl Blosn und Andreas Kiendl (kongenialer Partner Ostrowskis in Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott).
    Trotz hoher Einschaltquoten und besten Kritiken (siehe unlängst wieder im Standard: “Entspannt, klug, lustig”) ist noch nicht klar, ob der ORF diese Serie von Indien-Regisseur Paul Harather weiter produzieren lassen wird. Eine Wiederholung der bisherigen 11 Folgen ist jedoch für Herbst 2011 so gut wie sicher, auf eine frühere Sendezeit kann man nur hoffen. Sicher ist, dass die Serie  auch im BR ab Herbst laufen wird, DVD-Produktion und flimmit-download sind in Planung.
    Aktuelles zur Serie findet ihr auf facebook.com/Schlawiner.Serie

  • Um Film anzuschauen, hier klicken.

    Yann Arthus-Bertrand, seit seinem Bildband “Die Erde von oben” weltbekannter Fotograf, war anlässlich der diesjährigen Erdgespräche in Wien und präsentierte auch sein 2009 produziertes Dokumentar-Erstlingswerk “Home” im Votivkino. Eine gute Gelegenheit, um diesen Film, der seit Veröffentlichung auf youtube ca 30 Milionen Zuschauer fand, auf grosser Leinwand zu sehen. Der rein aus Flugaufnahmen (Hubschrauber+Cineflex) bestehende Film beeindruckt wie schon sein Buch vor allem mit der ungewöhnlichen Perspektive von oben und mit der großen Anzahl der Drehorte: in 2 Jahren drehte Bertrand in 55 Ländern, 500 Stunden Rohmaterial wurden beim Schnitt in 5 Monaten in eine Dramaturgie gebracht, der Off-Text von Glenn Close wurde in 3 Stunden in einem Studio in New York aufgenommen.

    Finanziert hat dieses Projekt der Regisseur und Produzent Luc Besson mit 10 Mio. Euro, um eine kostenfreie Werknutzung für alle zu ermöglichen, wurden zusätzlich Sponsoren lukriert. D.h. jeder kann diesen Film so oft er will kopieren, weitergeben und vorführen! Mehr auf  www.goodplanet.org.

    Der Film ist eine grosse Warnung an alle, die den Planeten Erde als Heimat (“Home”) bewahren wollen: im Kampf gegen die Klimaerwärmung läuft uns die Zeit davon. Auch wenn für meinen Geschmack im Text zu viel erklärt wird  und Glenn Close sprachlich häufig durch den Film hetzt, dieser Film ist eine Hymne des Humanismus und ein absolutes Muss für jeden denkenden Menschen dieses Planeten. Denn – um es mit Yann Arthus-Bertrands Worten zu sagen: It´s too late for pessimism. We have to act now. Erster Schritt: schauen Sie sich diesen Film an.

  • Videoclip/ 1 min/ Regie: Felix Grassl / Schnitt: Gernot Grassl / Musik: Data Hero “Ready to go” / shot on iPhone4 / ©2011

    Hier der erste Film, den ich mit meinem iPhone 4 gedreht habe: die “coolste Carrera-Rennautobahn” meines Sohnes Felix. Während man beim Drehen recht schnell und flockig mit großem Spaß viel in kurzer Zeit zusammenbringt, gibt´s auch bei solchen Fun-Projekten beim Schnitt immer Brösel, wenn auch “hausgemacht”: ich wollte diese überschaubare Menge an Rohmaterial als Test verwenden, was eigentlich wirklich passiert, wenn man in FCP-7 die h.264-Dateien des iPhones direkt verarbeitet – und kann selbst bei kleinen “unwichtigen” Geschichten nur zum Umwandeln in ProRes raten: ständiges Rendern, seltsame Phänomene bei kadergenauen Schnittentscheidungen oderi Verlangsamungen (Clips haben nach dem Rendern plötzlich andere In- oder Outframes), knackige Farben im FCP werden zu fahlen Farben im Exportfile, in dem sich auch noch Renderfehler verbergen können – ganz toll, wenn man glaubt, das Ding endlich fertig zu haben…

    Abgesehen davon war die Zusammenarbeit mit Sohnemann Felix (8 Jahre) sehr lustig und lehrreich: es gibt wohl kaum einen ungeduldigeren (“Simma endlich fertig? Muss der schon wieder rendern?”) und genaueren (“schau das will ich so…und dann so…”, oder “DAS will ich GAR nicht”) Regisseur im realen Filmbusiness, und selbst seine Kamerascheu (um jeden Kader im Film, wo er zu sehen ist, musste ich hart kämpfen) teilt er mit großen Namen – a star is born? Seinen Kommentar zum Film können Sie hier auf youtube nachlesen.

  • Für alle, die schnell große Dateien bis zu 2 GB sicher und ohne Registrierung verschicken wollen, ist die Seite www.wetransfer.com wie geschaffen: Absender- und Empfänger-Mailadresse angeben, Datei auswählen, bei Bedarf noch kurzen Text anhängen – fertig. Finanziert wird der Sevice über Werbung, die großflächig im Browserfenster beim Senden und Empfangen präsentiert wird. Ich habe die Seite kenngelernt, als mir bei meinem aktuellen Tennessee Williams-Projekt ein Theater kurze HD-Videos schicken wollte, zwei Mal hat das Empfangen tadellos und rasch funktioniert. Und da die Werbenden meist Künstler oder Firmen aus der Kreativbranche sind, sind die screensaver-artigen Ads optisch sehr ansprechend und die Links oft inspirierend. Womit wir beim einzigen Nachteil von wetransfer.com sind: Internet-klick-jö-schön-klick-klick-wow-interessant-klick-klick-Verzettleritis!


  • Nach meiner allgemeinen Rundschau zum Thema crowdfunding habe ich nun mit meiner Familie 4 konkrete Projekte ausgesucht und mit je 25$ unterstützt. Die Laufzeiten betragen bei unseren Projekten zwischen 6 und 14 Monaten, die Rückzahungen fließen auf unser internes kiva-Konto zurück, von wo aus wir weitere Projekte unterstützen oder eine Auszahlung veranlassen können. kiva arbeitet mit sogenannten field partners zusammen, das sind Organisationen vor Ort, die direkt in Kontakt zu den Kreditnehmern haben und auch die Rückzahlungen überwachen. Die field partner werden vom kiva-Team gemäß bisherigen Erfahrungen bewertet, wodurch man bei der Auswahl das Risiko minimieren kann. kiva verspricht, dass die Kreditsumme zu 100% beim Projekt ankommt (ausgenommen sind nur Bankkosten bei der Auslandsüberweisung), die Service-Kosten (30 Mitarbeiter) werden unter anderem über Spenden und Consulting-Dienstleistungen gedeckt. Die ganze Seite ist als social network im wahrsten Sinn aufgebaut, perfekt integriert sind Funktionen wie Gruppen, Nachrichten, embedding (siehe Bild oben) und facebook-Postings. Eine Portfolioseite gibt klaren Überblick. Der Vergabe von fast 170 Millionen US$ an Krediten steht eine Rückzahlungsquote von 98,85% gegenüber (Stand 1. Nov. 2010), und wem eine lange Liste renommierter Unterstützer von Bill Clinton abwärs nicht reicht, hier abschliessend noch ein paar Zahlen (Quelle: kiva.org):

    Total value of all loans made through Kiva: $169,768,400
    Number of Kiva Users: 779,706
    Number of Kiva Users who have funded a loan: 494,274
    Number of countries represented by Kiva Lenders: 208
    Number of entrepreneurs that have received a loan through Kiva: 440,764
    Number of loans that have been funded through Kiva: 232,420
    Percentage of Kiva loans made to women entrepreneurs: 81.92%
    Number of Kiva Field Partners: 121
    Number of countries Kiva Field Partners are located in: 54
    Current repayment rate (all partners): 98.95%
    Average loan size: $381.65
    Average total amount loaned per Kiva Lender: $217.59
    Average number of loans per Kiva Lender: 6.43
  • Die Kunst, eine Geschichte spannend zu erzählen, ist bekanntlich der Kern jedes guten Films, egal ob Spielfilm, Doku oder Werbeclip. Eine Tatsache, die aber zur Zeit gerne übersehen wird, da sehr viel Aufmerksamkeit auf die vielen neuen technischen Möglichkeiten der Bildgestaltung gerichtet wird. Das optisch schier unglaubliche 3D-Netzhaut-Feuerwerk Avatar ist da nur das prominenteste Beispiel, das schale Gefühl, dass die Story weder Herz noch Hirn aktiviert, war bei mir letzendlich der bleibende Eindruck. Muß man gesehen haben, ja klar, weil zu spüren gab´s leider wenig.
    Deshalb lege ich jedem diesen Werbespot von Canal+ ans Herz (im wahrsten Sinne des Wortes!), ein Meisterstück der Erzählkunst. Anschauen und nachher das Kribbeln im Kopf und Bauch abspeichern, das dieser kurze Film am Ende verursacht – so muss Film wirken. Viel Spaß!

    Dem Irrglauben, dass es für gute Ergebnisse lediglich der genialen Idee im Sinne eines plötzlichen Geistesblitzes bedürfe, versucht die Website the99percent.com entgegenzuwirken, frei nach Thomas Edison: “1% is inspiration, the rest is perspiration.” Den Betreibern The Behance Team geht es um die verbleibenden 99%, also der Umsetzung von Ideen. Auch wenn sie aus dem Design- und Werbebereich kommen, finde ich ihre Themen für alle kreativ Arbeitenden inspirierend, wie dieses Video des bekannten Storytellers Jay O´Callahan:

  • Sie haben eine gute Idee nur fehlen die Mittel für die Umsetzung? Dann präsentieren Sie Ihr Projekt bei kickstarter.com! Oder unterstützen Sie selber eines der tausenden Ideen und empfangen Sie personalized rewards: ein Abendessen gekocht von einer durch Ihre Heimatstadt tourenden Band, eine Sprechrolle in einem Animationsfilm oder einfach  - wie im oben gezeigten Beispiel – ein wunderschön designtes Poster des FIFA WM-Verlaufs 2010. Leider ist ein amerikanisches Bankkonto vonnöten, um ein Projekt präsentieren zu können.
    Während Kickstarter auf kreative Kunst-Projekte fokussiert, werden auf kiva.org konkrete  Entwicklungshilfeprojekte mittels micro financing gefördert. Vor drei Jahren mit sieben Projekten gestartet, laufen heute bereits 50 Mio. Dollar über kivas Verteilsystem – allein in dieser Woche sind schon über 2000 neue Geldverleiher dazugekommen. Ähnlich funktioniert auch das deutsche betterplace.org, die versprechen, 100% des Geldes weiterzuleiten.

    Für beide Bereiche offen ist indiegogo.com, die für die Promotion von ausgewählten Projekten MTV New Media als Partner gewinnen konnten. Praktische Erfahrung mit Crowdfunding für Filmprojekte soll in diesem Blog noch genauer beleuchtet werden, der social media marketing-Blogger Wolfgang Gumpelmair hat da schon einiges in einem interessanten Artikel zusammengefasst.

    Gemeinsam ist allen Plattformen hohe Innovationfreudigkeit, positiv denkender Globalismus und die wohltuende Idee, mit einer fistful of dollars diese Welt ein bisschen besser machen zu können. Bleibt zu hoffen, dass diese schönen Entwicklungen des Internet vor Missbrauch verschont bleiben.

  • lobby_vorfilm

    Die Initiative Lobby Vorfilm von Jakob Brossmann nimmt sich Perlen des österreichischen Kurzfilms an. “So viele wunderbare Kurzfilme finden in Österreich nach Premiere und Festivalverwertung nie wieder ihren Weg ins Kino. Wir wollen das ändern”, meint der Wiener Regisseur und hat die Freiluftkinos Volxkino und Kino am Dach als Partner gewinnen können, wo die Kurzfilme als Vorfilm der grossen Klassiker gezeigt werden. So auch “17. Jänner” von Roland Rainer und Lorenzo Jose Wasner, dem ersten auf RED produzierten Kurzfilm Österreichs, den ich geschnitten habe:

    Samstag, 05.06.2010, 21:30 “Kino am Dach”
    “17. JÄNNER” von Roland Rainer und J. Lorenzo Wasner (A 2009), diesem folgt
    “PRIZZI´S HONOR – DIE EHRE DER PRIZZIS”   von John Huston (USA 1985)

    Alle Termine unter vorfilm.at. Hingehen!

    ERÖFFNUNG, Freitag 28.05.2010
    Come Together ab 20:00 am “Kino am Dach”
    21:30 Eröffnung durch Christian Oxonistsch – Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport
    anschließend die Vorstellung des :lobby: Programms und die Präsentation des Eröffnungsfilms
    “NUR NOCH 5 MINUTEN”  von Gerald Zahn  (A 2010)
    diesem folgt “JACKIE BROWN” von Quentin Tarantino (USA 1997, OmU)
    nach dem Hauptfilm feiern wir auf dem Dach weiter.
    Musik bringen DJ homme noire & holzfella (bbd brut – wien) und der Filmemacher Gerald Zahn.
    Samstag, 29.05.2010
    20:00 Filmclub Drosendorf, GH Failler
    “SELINA” von Frantisek Zboray (A 2009)
    diesem folgt “DER RÄUBER” von Benjamin Heisenberg (A 2010)
    21:30 “Kino am Dach”
    “DAMIT WANDELBAR DEIN LEBEN SEI” von Tatjana Moutchnik (A 2009)
    diesem folgt “BANK JOB” von Roger Donaldson (USA 2008)
    Sonntag, 30.052010
    21:30 “Kino am Dach”
    “ALYSSAS SPIEGEL”  von Diego Breit (A 2009)
    diesem folgt “ANGEL FACE – ENGELSGESICHT” von Otto Preminger (USA 1952, OmU)
    Montag, 31.05.2010
    21:30 “Kino am Dach”
    “ALLES HAT EIN ENDE NUR DIE WURST HAT 2″ von Rosalie Hübl (A 2008)
    diesem folgt “SILENTIUM” von Wolfgang Murnberger (A 2004)
    Freitag, 04.06.2010
    21:30 “Kino am Dach”
    “TRIO” von Marvin Kren (D 2007)
    diesem folgt  ”GONE BABY GONE” von Ben Affleck (USA 2007)
    Samstag, 05.06.2010
    21:30 “Kino am Dach”
    “17. JÄNNER” von Roland Rainer und J. Lorenzo Wasner (A 2009)
    diesem folgt  ”PRIZZI´S HONOR – DIE EHRE DER PRIZZIS”   von John Huston (USA 1985)
    Sonntag, 06.06.2010
    21:30 “Kino am Dach”
    “WASHING DAY” von Stefan Brunner (A 2005)
    diesem folgt “THE KILLING – DIE RECHNUNG GING NICHT AUF” von Stanley Kubrick (USA 1956, OmU)
    Montag, 07.06.2010
    21:30 “Kino am Dach”
    “FETISCH” von Joe Berger (A 2008)
    diesem folgt “KOTTAN ERMITTELT – HARTLGASSE 16a” von Peter Patzak  (A 1976)
    Dienstag, 08.06.2010
    21:30 “Kino am Dach”
    “CATAFALQUE”  von Christoph Rainer (A 2010)
    diesem folgt “NIGHT OF THE HUNTER”  von Charles Laughton (USA 1955, OmU)