Grafik: © Groosproduktion
Grafik: © Groosproduktion

Das ist es, was immer mit den Menschen los und mit den Tieren nicht los ist

von Jan & Anna Groos

Doku-Fiktion | 45 min | P: Groosproduktion

Filmwebsite 

  • nominiert Max Ophüls-Preis Saarbrücken 2013, Kategorie mittellanger Film

  • Festival-Vorführung bei Diagonale'13

  • Festival-Vorführung bei Cinema NEXT im Gartenbaukino

Dieser Film ist ein Grenzgänger im besten Sinne. Formal an die Konventionen dokumentarischen Arbeitens angelehnt, hinterfragt der Film sowohl das Prinzip dokumentarischer Wahrheit als auch die Behauptung einer scheinbar natürlich gewachsenen Identität. 
„Das ist es, was immer mit den Menschen los und mit den Tieren nicht los ist“ ist ein Film über eine verschollene junge Frau, die vor ihrem Verschwinden mehrere Identitäten gelebt hat. Die Dokufiktion erzählt die Geschichte der Vermissten und der sie umgebenden Personen und fügt diese zu einem Kaleidoskop der Lebensentwürfe. Mögen die Konzepte im Einzelnen sehr unterschiedlich sein, so gilt es doch hier wie dort eine tragfähige Konstruktion für den Sinn im eigenen Leben zu finden. Denn: „Das ist es, was immer mit den Menschen los und mit den Tieren nicht los ist.“

War das Lebensmodell der Vermissten ein avantgardistischer Versuch, das Korsett der Identität zu sprengen oder doch nur ein rücksichtsloser Egotrip? War sie Wegbereiterin einer Gesellschaft, in der es nicht länger darum geht, seinen Lebenslauf als den strahlendsten und besten zu verkaufen? Einer Gesellschaft, in der man von dem Druck befreit ist, „jemand zu werden“? Oder hat sie nicht viel eher eine Funktionslogik von Vielseitigkeit, Flexibilität und Selbstoptimierung auf die Spitze getrieben, rücksichtslos gegenüber den Gefühlen anderer?
(Aus der Pressemappe der Groos Produktion)

2012

Regie: Jan & Anna Groos | DarstellerInnen: Andrea Clausen, Christian Dolezal, Christian Erdt, Ruth Hasselgren, Martin Hemmer, Melanie Kretschmann, Andreas Patton | Kamera: José Lorenzo Wasner, Alex Haspel | Ton: Axel Traun | Schnitt: Gernot Grassl | Musik: Mario Dancso