Foto: Gg
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Automaten-Kurzfilme
des Kunsthistorischen Museums Wien

von Johannes Holzhausen

11 iPad-Kurzfilme + Projektionsfilm | 11x ca. 3min | P: Navigator Film für Kunsthistorisches Museum Wien

Auf Tablet-Computern können künftig die Besucher des Museums in sorgfältig produzierten Kurzfilmen bestaunen, wie die scheinbar leblosen Kunstobjekte in den Vitrinen zu rattern und tröten beginnen – Special Effects aus der frühen Neuzeit.

(Die ZEIT, 21.02.2013)

Am 1. März 2013 feiert die Kunstkammer im Kunsthistorischen Museum Wien nach elf Jahren ihre Wiederöffnung und wird der Öffentlichkeit in neuem Glanz präsentiert, was der sogar Österreichausgabe der ZEIT die Titelseite wert war. Diese „bedeutendste Sammlung ihrer Art“ (KHM Eigendefinition) umfasst tausende Objekte vom späten Mittelalter bis zur Barockzeit, darunter auch die sogenannten Automaten: prunkvolle Kunstwerke in Form eines Schiffes, Turms oder Kutsche, in deren Inneren eine hochkomplexe Mechanik die Objekte zum Leben erwecken. So gleitet das wohl prachtvollste Stück dieser Sammlung, der Schiffsautomat von Hans Schlottheim (1585 erbaut!), zielstrebig voran, während an Deck Figuren von Musikern bewegt werden und im Inneren ein Orgelwerk Musik macht. Als fulminanten Abschluss des Spektakels feuern die mit Schwarzpulver geladenen Kanonen lautstark Schüsse ab.
Um den Zauber dieser Meisterwerke der Uhrmacherkunst für das Publikum spürbar zu machen, beauftragte das KHM die Navigator Film, unter Aufsicht und Mitwirkung von Restaurator Nils Unger, die Bewegungsabläufe der Automaten innen und aussen in 11 Kurzfilmen zu dokumentieren.

2013

Konzept & Regie: Johannes Holzhausen / Kamera: Matthias Smycka, Attila Boa / Schnitt: Gernot Grassl / Animationen & Compositing: Paul Schön / Idee & Projektentwicklung: Helene Hanzer / Produzent: Johannes Rosenberger / © Navigator Film für Kunsthistorisches Museum Wien (KHM)