Zeitgeschichte

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    Dokumentation / 45min / Regie: Günter Kaindlstorfer / Kamera: Attila Boa, Joerg Burger / Schnitt: Gg / Musik: Mario Dancso / Wissenschaftliche Beratung: Thomas Ballhausen, Hannes Leidinger, Verena Moritz, Karin Moser / © 2014 Navigator Film, ORF, BMBF, mit Unterstützung des Zukunftsfonds
    Der Erste Weltkrieg gilt als der erste Film- und Medienkrieg der Geschichte. In der umfassenden dreiteiligen DVD-Edition wird die audiovisuelle Propaganda des »Großen Krieges« aus verschiedenen Blickwinkeln und unter Einbeziehung neuer, bislang unveröffentlichter Filmquellen kritisch hinterfragt und präsentiert. Die von dem renommierten ORF-Journalisten Günter Kaindlstorfer gestaltete Dokumentation »Krieg der Bilder. Lüge und Propaganda im Ersten Weltkrieg« widmet sich der Geschichte hinter der Propagandamaschinerie.
    Die Vorgeschichte und der Verlauf des Krieges an den verschiedenen Fronten, aber auch abseits der Kampfschauplätze werden in DVD 2 »Jubel und Elend. Illustrationen zum Zeitgeschehen« in den Fokus genommen. Der Entwicklung der Kinoindustrie und der staatlichen Bildpropaganda in der Donaumonarchie widmet sich DVD 3 »Fiktion und Realität. Das österreichisch-ungarische Filmschaffen 1914–1918«. Begleitende Booklets liefern zahlreiche Hintergrundinformationen. Erwerben kann man die 3fach-DVD-Box im Onlineshop Filmarchiv Austria.

    Die 45min-Dokumentation von Günter Kaindlstorfer wird Ende Juni 2014 vom ORF unter dem Titel „Die Macht der Bilder“ ausgestrahlt.

  • Endlich gibt es unseren Film „Das Weiterleben der Ruth Klüger“ nun auch auf DVD im Handel!
    Die DVD-Präsentation fand am Donnerstag, dem 12.10.2012, in der Buchhandlung Thalia in Wien Mariahilf  in Anwesenheit von Ruth Klüger, Produzent Johannes Rosenberger und mir statt, moderiert wurde der Abend von Günther Kaindlsdorfer von Ö1. Dem zahlreich erschienenem Publikum wurden zwei Ausschnitte aus dem Film vorgeführt, danach beschrieb Ruth Klüger, was ihr an dieser Produktion am meisten bedeutete:„Daß ich durch diese Zusammenarbeit mit Renata Schmidtkunz in gewisser Weise meine Geschichte an eine Frau der nächsten Generation weitergeben konnte – Renata könnte ja meine Tochter sein – und ich immer das Gefühl hatte, dabei in guten Händen zu sein.“

    Die DVD kann man am einfachsten bei filmladen.at oder falter.at direkt bestellen.

  • ©2011 Oliver Indra

    Dokumentation, AT 2012 / 30 min / R: Renata Schmidtkunz / K: Avner Shahaf, Heribert Senegacnik, Oliver Indra / Schnitt: Gg / P: Navigator Film & Renata Schmidtkunz für BMUKK

    „Die deutsche Sprache ist natürlich belastet durch die Nazi-Zeit  […]  Aber die Grammatik ist unbelastet, die Grammatik ist unschuldig. Ich möchte gerne einen Aufsatz schreiben darüber, wie die deutsche Grammatik unschuldig ist, aber ich habe das noch nicht ganz hingekriegt.“ – Ruth Klüger.

    Nach Kinofassung, -ORF- und WDR-Fassung haben wir noch eine spezielle Version für das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur fertiggestellt –  mit Schwerpunkt Literatur und Germanistik. Für Schüler der Oberstufe konzipiert, gestalteten Regisseurin Renata Schmidtkunz und ich aus dem Rohmaterial eine Dokumentation, die Ruth Klügers Blick auf Worte, Gedichte und Grammatik ins Zentrum rückt: „Literatur ist das, was entsteht, wenn Menschen sich mit Sprache abgeben, das ist alles. Die Literatur braucht keine Rechtfertigung.“

    Anfangs leicht abgeschreckt von der Tatsache, dass wir für diesen Film das riesige Meer an Interviews erneut durchschwimmen müssten, erlebten wir aber bald auf ein Neues den Klüger-Effekt: man kann einfach nicht aufhören, den Worten dieser Frau zu lauschen und ist sofort wieder fasziniert von ihrer Art zu Denken. Und so fügten sich Gedanken zur Sprache zu Bildern von Landschaften, ließen diese in neuem Licht erscheinen und uns eine der Grundregeln des Schnitts wieder neu erleben: dass Bilder ihre Aussagekraft und ihren Inhalt verändern, wenn sie mit anderen Bildern kombiniert werden.

    Diese Version ist ausschliesslich als Lehrmittel für Deutsch- und Geschichtslehrer in Österreich konzipiert.


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    Dokumentation, Österreich, USA 2012 / 79 bzw. 59 min / Regie: Herbert Krill / Executive producer: Katharina Schulenberg-Leduc / Kamera:  Ronald Vaughan, Jürg Viktor Walther  u.a. / Ton: Yuri Raicin, Stephan von Hase / Schnitt: Gg / wissenschaftliche Beratung: Malcolm S. Cole, Karin Wagner /  Produktion: Vaughan Video KG / Redaktion WDR: Lothar Mattner / gefördert von: AMA Advisors, Botstiber Foundation, exil.arte, Zukunftsfonds

     

    Erich (später Eric) Zeisl (1905-1959) war ein österreichischer Komponist jüdischer Abstammung, der 1938 zuerst nach Paris, dann nach New York und schließlich nach Los Angeles emigrierte. Nach vielversprechenden Anfängen im Wiener Musikleben musste er sich im Exil als Filmkomponist und Lehrer über Wasser halten, die Produktion eigener Werke kam oft zu kurz. Nach seinem frühen Tod gerieten seine von der Romantik beeinflussten, moderat-modernen Kompositionen (Lieder, Kammermusik, Chorwerke) in Vergessenheit. Heute wird Zeisl jedoch wiederentdeckt, was nicht zuletzt den Aktivitäten seiner einzigen Tochter zu verdanken ist.

    Der Dokumentarfilm bringt viele Beispiele von Zeisls Musik und schildert Zeisls Leben in Österreich und Amerika. Nicht zuletzt beschäftigt er sich mit Zeisls Persönlichkeit, seiner Liebe zur alten Heimat und seiner Nicht-Anpassung ans amerikanische Exil. (aus dem Pressetext)

     

    „I had never heard the name Eric Zeisl“ – genau so, wie der kalifornische Experte Professor Malcolm S. Cole in dieser Dokumentation seine erste musikalische Begegnung mit Erich Zeisl beschreibt, ging es auch mir, als Regisseur Herbert Krill mir sein Filmprojekt über diesen Komponisten vorstellte. Umso größer war der Überraschungseffekt, als ich beim Schnitt dieser Dokumentation immer mehr aus Zeisls großem Schaffenswerk kennenlernte – einfach grandios!

    Mit großer Unterstützung von Zeisls Tochter Barbara Zeisl-Schoenberg, sammelte Herbert Krill mit detektivischer Akribie Archivstücke, drehte an Originalschauplätzen in Europa und den USA, filmte Liederabende (z.B. in der Villa Aurora, Los Angeles), Opern-Inszinierungen („Hiob“ nach Josef Roth) und Orchesteraufführungen (Highlight: „Requiem Ebraico“ interpretiert von den Wiener Philharmonikern und dem Chor des Wiener Musikvereins). Ehemalige Weggefährten wie der Violinist Israel Baker sowie frühere Studenten Zeisls kommen zu Wort, Biografin Karin Wagner führt durch den umfangreichen Fundus an Korrespondenz. Durch die starke Verbindung von Zeisls Werken mit seiner Biografie ließen sich diese  in der Montage dramaturgisch gut verbinden, und – was Regisseur Herbert Krill und mir besonders wichtig war – man hört viel Zeisl-Musik (was ja bei vielen Musik-Dokumentation im TV nicht immer der Fall ist).

    Durch den großen Anteil der Familie Zeisl-Schoenberg kommt der Film seinem Protagonisten sehr nahe und erzählt so nicht nur ein vergangenes Schicksal, sondern avanciert zum Portrait einer quicklebendigen und sympathischen Familie, die mit Begeisterung die Kunst Erich Zeisls in der Gegenwart aufleben läßt.

     

    Die 79-Minuten-Fassung dieser Dokumentation wurde im September 2011 in Los Angeles uraufgeführt, die Europa-Premiere fand am 8.Mai 2012 im Literaturhaus Wien statt.
    Der WDR zeigt als erster TV-Sender eine 59-Minuten-Fassung des Films am

    21. Mai 2012 um 23.15h in der Reihe „west.art klassik“.

    Es freut mich, dass der Film auch beim Jüdischen Filmfestival Wien 2013 gezeigt wird:
    Mi 9.10. 18:00 Uhr, Votivkino
    Mi 16.10. 18:00 Uhr, De France

    Weitere Ausstrahlungen:
    Freitag, 11. Oktober 2013 um 23.59 Uhr auf ORF III
    Sonntag 10. November 2013, jeweils in der Reihe „faszination musik“ um
    8:00  NDR (Hamburg)
    8:00  Radio Bremen TV
    9:30  SWR (Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg)
    9:30  SR (Saarländischer Rundfunk)

    Alle Infos zu Erich Zeisl inklusive schöner Hörproben findet man auf www.zeisl.com.
    Filmstills © Herbert Krill/Vaughan Video (mit freundlicher Genehmigung)
    Fotos: © Barbara Zeisl-Schoeberg (mit freundlicher Genehmigung)

  • ©WDR

    Dokumentation, AT 2011 / 30 min / R: Renata Schmidtkunz / K: Avner Shahaf, Heribert Senegacnik, Oliver Indra / Schnitt: Gg / P: Navigator Film & Renata Schmidtkunz mit WDR, BMUKK, ORF

    Dies ist die 30min-WDR-Fassung des Dokumentarfilms „Das Weiterleben der Ruth Klüger“ für die WDR-Sendereihe „Planet Schule“. Auch wenn die relativ kurze Sendungslänge anderes suggerieren könnte, so war die Beteiligung des WDR für das gesamte Doku-Projekt von enormer Bedeutung: Andrea Ernst war nicht nur die erste Redakteurin einer Sendeanstalt, die bei der Finanzierung fix zusagte, sie bestärkte auch Renata Schmidtkunz und mich von Anfang an, eine Kinofassung dieses Stoffs zu machen. Und so montierten wir zunächst die 83min Langfassung, um erst am Ende daraus die 30min-WDR-Fassung „herauszuschälen“. Andrea Ernsts praktisch-professionelle und menschlich-emotionale Unterstützung dabei war enorm und ging weit über das normale, gewohnte Maß ihrer „job discription“ hinaus – danke!

    Das Tolle an der Reihe „Planet Schule“ ist der Umstand, dass alle Filme für den Einsatz im Unterricht gedacht sind und deshalb auch auf der Homepage www.planet-schule.de angeschaut oder heruntergeladen werden können.

    WDR-Sendetermine  (WDR-Info):
    Mi. 21.03.2012, 7:20h
    Mi. 28.03.2012, 7:20h

     

     

     

  • Eine Dokumentation von Herbert Krill
    ©2008 / 45 min / sehen! film Köln / Kamera: Roland Breitschuh / Schnitt: Gg
    Erstausstrahlung: Freitag, 17. Dezember 2008, 21.15h auf 3sat
    Vorführungen bei der Frankfurter Buchmesse 08 und der Buch Wien 08

    Als Lion Feuchtwanger 1958 im Alter von 74 Jahren stirbt, gilt er als einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache. Seine Romane wie „Jud Süß“, „Die Geschwister Oppermann“ oder „Die Jüdin von Toledo“ erreichten Millionenauflagen und wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Anlässlich seines 50. Todestages zeigt 3sat ein Porträt des Romanciers und Weltbürgers, der ein Drittel seines Lebens im Exil verbrachte. -> 3sat

  • Doku / 45min / ©2007 sehen!Film Köln für ZDF 3sat
    Regie: Herbert Krill / Kamera: Roland Breitschuh / Schnitt: Gernot Grassl
    Erstausstrahlung: 4. April 2007, 21.15 Uhr 3sat
    Sie waren Brüder und Konkurrenten: Thomas und Heinrich Mann, zwei der ganz großen Schriftsteller Deutschlands. Ihren Bruderzwist trugen sie halb privat, halb öffentlich aus – es gab Jahre, in denen sie kein direktes Wort miteinander wechselten. Doch bald nach Beginn des Zweiten Weltkriegs kommen sich die beiden – der eine jetzt 65, der andere bald siebzig Jahre alt – näher, als sie es je seit ihrer Jugend gewesen sind: in Los Angeles (aus dem 3sat-Pressetext).

    Mehr zu diesem Film auf der 3sat-Homepage.


  • Historische Doku / 45 min / R: Marco Rosi / ORF, Mediaset RTI, Fox History Channel Italy, ZDF Enterprise  © Gg: SoundFX +Mischung internaionale Version, Schnitt ORF-Version

    Die Dokumentation von Marco Rosi schildert den brutalen Minenkrieg in den Dolomiten zwischen der k. u. k. Armee und dem italienischen Heer in den Jahren 1915 bis 1917.

    „Die Kanonen schießen, die Musik spielt fröhlich, die Soldaten sterben.“ Der Kaiserjäger Hans Berger sitzt im Kriegs-Winter 1917 in der kargen Unterkunft am Lagazuoi in den damals österreichischen Dolomiten und schreibt an seine Frau im Tal. Berger wird den Kampf im Hochgebirge nicht überleben und nicht zu seiner Carolina in Cortina d´Ampezzo zurückkehren. Er fällt wie Tausende andere österreichische und italienische Soldaten in den Schlachten im Hochgebirge. Noch nie zuvor war in solchen Höhen Krieg geführt worden. Die k.u.k.-Truppen hatten sich nach der italienischen Kriegserklärung im Mai 1915 aus dem Gebiet um Cortina ins Gebirge zurückgezogen. Vom Stilfser Joch bis zum Karst am Isonzo bauten sie eine rund 700 Kilometer lange Verteidigungslinie auf.

    Erstausstrahlung am 24.03.2006 um 21.15 Uhr in ORF 2
    Gesendet am 19.05.06 auf FOX History Channel Italy
    Vorgeführt im Rahmen des 18. Int. Berg & Abenteuer Filmfestivals Graz 2006


  • Historische Dokumentation / ©2002 / 90min / R: Wolfgang Hackl / a1plus & ORF 3sat
    Mit Michael Heltau und Gabriele Buch
    Erstausstrahlung: 27.02.2002, 3sat
    Sendung am 24.02.2002, ORF: 45´-Version

    „…Autor Peter Zurek legte den Schwerpunkt auf die Tagebücher, Regisseur Wolfgang Hackl ersann atmosphärische und sinnfällige Bilder. Deren schönstes ist die Detailaufnahme einer Schreibmaschine, der die Kamera derart nahe kommt, dass die Stege der Lettern wie Grashalme erscheinen und das Innere zum bergenden Schiffsbauch wird…“
    (Süddeutsche Zeitung Nr 46, S 21)

    Der Film zeichnet das Leben Zweigs im Wien der Habsburgermonarchie nach und beschreibt seine Tätigkeit im Kriegsarchiv während des Ersten Weltkriegs. Die Ära seines erfolgreichsten Schaffens erlebt Zweig in Salzburg: Ende der zwanziger Jahre geht die kulturelle Prominenz in seinem Haus auf dem Kapuzinerberg ein und aus. Nur wenige Kilometer weiter – jenseits der Grenze – braut sich bereits das Unheil zusammen. Als die Polizei bei Zweig eine Hausdurchsuchung nach versteckten Waffen vornimmt, fasst er den Entschluss, ins Exil zu gehen. (mehr …)