Festival

  • Jaaa, ich bin Glawogger-Fan, ich geb´s zu. Aber so viel gelacht wie bei der Diagonale-Weltpremiere von Contact High hab ich wirklich schon lang nicht mehr! Es geht um eine Tasche: ein klassisches Drogen-Roadmovie a la Fear and Loathing in Las Vegas, aber österreichisch-gemütlich per Bundesbahn bzw. Ford Mustang und voller „I woa des ned“-Unschuld der wunderbar vertrottelten Protagonisten Raimund Wallisch, Detlev Buck, Georg Friedrich und Michael Ostrowski. Letzterer hat auch das Drehbuch mit Michael Glawogger geschrieben und ist vom Phänomen des „Contact High“ restlos überzeugt – im Anschluss an die Premiere kündigte er eine wissenschaftliche Doku Glawoggers zum Thema an. Wer gleich wissen will, worum´s da genau geht, empfehle ich Das Lied vom Contact High. Der restliche grandiose Soundtrack reicht von Sven Regener über Calexico bis Roxy Music. Fazit: Wer Nacktschnecken mochte, wird Contact High lieben! Kinostart 17. April 2009.


  • Begründung der Jury: „…Ein Film, der uns wie kein anderer, beschäftigt hat, bewegt – und vor allem: beunruhigt. Ein Film, der einem nichts vorsetzt, sondern zusetzt… Danke, Michael Glawogger, für diesen Film.“ (Zitat Diagonale-Homepage)

    Ich war bei der Österreich-Premiere dabei und kann diesen Eindruck zur Gänze bestätigen: eine schwierige Romanvorlage filmisch perfekt umgesetzt, großartige Schauspieler, feinstens fotografiert vom Schweizer Kameramann Attila Boa, rhythmisch und dramaturgisch astrein geschnitten von Vessela Martschewski.
    Kaum zu glauben, daß Regisseur Michael Glawogger diesen Film parallel zum Drogenklamauk-Roadmovie Contact High (siehe obigen Trailer!) produzierte. Vielleicht erklärt sich das alles am ungewöhnlich stufenweisen Engagement Glawoggers in der Produktion von Das Vaterspiel: Produzentin Christine Ruppert engagierte Glawogger zunächst nur für das Skript, Ulrich Seidl sollte Regie machen. Das fertige Drehbuch gefiel Ruppert ausgesprochen gut, sie erkannte aber auch, daß es „niemals zu Seidl passen würde“ – erst da kam Glawogger auch für die Regie ins Spiel, der aber schon voll mit Dreharbeiten für Contact High beschäftigt war. Obwohl sicherlich terminliche Schwierigkeiten die Folge waren, blieb Glawogger dadurch vom langen, zermürbenden Finanzierungsmarathon, dem man üblicherweise auch als Regisseur ausgesetzt ist, verschont.
    Auch wenn die internationale Kritik (englischer Titel: Kill Daddy Good Night ) es zum Teil anders sieht: Das Vaterspiel ist ein Film, dem das seltene Kunststück gelingt, „besser“ als die Romanvorlage zu sein. Kinostart in Österreich: Herbst 2009. Anschauen!
    Mehr auf der Diagonale 2009 Homepage

  • trailer screenshot © Dariusz Kowalski

    Freunde des österreichischen Films, aufgepasst: der Kartenvorverkauf für die Diagonale 09 hat bereits begonnen! Welche feinen heimischen Produktionen zwischen 17. und 22. März in Graz gezeigt werden, finden Sie in der Diagonale-Programmübersicht. Specials sind dem Regisseur Stefan Krohmer und der Filmemacherin Mara Mattuschka gewidmet, erstmals ins Festival integriert ist die beste österr. Plattform für Musikvideos screensessions.

  • Foto: ©2009 Gernot Grassl

    Genauer: für den Sonderpreis Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen. Feuchtwanger lebt! ist eine Produktion der sehen! Film Köln für ZDF 3sat, die ich im Vorjahr mit Regisseur Hebert Krill geschnitten habe – mehr zum Film weiter unten im Blog.
    Der undotierte Adolf-Grimme-Preis gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis. Benannt ist die Auszeichnung nach Adolf Grimme, der von 1948 bis 1956 Generaldirektor des damaligen Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) war. Die diesjährigen Gewinner werden am 25. März in Düsseldorf bekanntgegeben, die Preisverleihung findet am 3. April 2009 im Theater der Stadt Marl statt und wird ab 22.25h auf 3sat gesendet. Also bitte Daumen halten! www.grimme-institut.de

  • Die Sensation ist perfekt, Götz Spielmanns Thriller „Revanche“ hat es unter die 5 Nominierten zum Oscar in der Kategorie „Bester ausländischer Film“ geschafft! Geschnitten hat diesen bemerkenswerten Film Karina Ressler, die auch Obfraustellvertreterin der aea (austrian editors association) ist, des österreichischen Verbands für Film- und Videoschnitt. Schon wieder Gratulationen an sie und das ganze Team, bin gespannt auf den 22. Februar!
    Mehr Infos zum Film unter www.revanche.at
    Mehr Infos zur aea: www.editors.at

  • Die österreichische Nominierung zum Oscar 2009 in der Kategorie Fremdsprachiger Film, Götz Spielmanns „Revanche“, geschnitten von Karina Ressler, hat es von weltweit 65 eingereichten Filmen unter die letzen 10 geschafft. Ob „Revanche“ es unter die finalen 5 Oscar-Nominierungen schafft, wird am 22. Jänner bekanntgegeben, die große Verleihung findet am 22. Februar statt. Gratulationen an das gesamte Team und viel Glück!
    Mehr Infos zum Film unter www.revanche.at
    Fakten zu den weiteren Nominierungen unter www.derstandard.at > Kultur > Film

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