3sat

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    Musik-Dokumentation | 60 min |Regie: Herbert Krill | Kamera: Bernd Meiners, Jürg Walther | Ton: Jörg Johow, Mike Schmidt | Schnitt: Gernot Grassl | Produktion: Roland Heckl, Action Agency Austria für ZDF 3sat

    Erstausstrahlung: Samstag, 18. Oktober 2014, 22.00 Uhr in 3sat im Rahmen der Dokumentarfilmreihe “Musicmania”

    In einer Art Roadmovie erkundet “Song of the Cowboy” die Songs von Amerikas immer noch “wildem” Westen und die Lebenswelt der modernen Cowboy-Singer und -Songwriter. Die Protagonisten des Films sind alle tief im Westen der USA verwurzelt. Ganz gleich ob sie auf einer Ranch arbeiten oder selbst eine betreiben, ob sie Amateurmusiker oder Profi sind: Vom Pioniergeist der Vergangenheit sind sie genauso geprägt wie von den sozialen und ökologischen Problemen der Gegenwart. Und davon zeugt auch ihre Musik, authentisch und voller Hingabe an das Leben.
    Wylie Gustafson ist Pferdezüchter in Montana und 150 Tage im Jahr als Sänger und Gitarrist auf Tour. Seine poetischen Texte feiern die Schönheit der Schöpfung und stehen in reizvollem Kontrast zu seiner sehr modern klingenden Musik. Die 19-jährige Kristyn Harris ist eine der jungen Hoffnungen der Cowboy Music. Auf ihrer Ranch nahe Dallas lebt sie ihren ganz eigenen Cowgirl-Traum. Gleichzeitig ist sie eine hart arbeitende und enorm zielstrebige Musikerin. Der Crow-Indianer Henry Real Bird war früher Rodeo-Reiter, heute züchtet er Rodeo-Pferde. In seinen Songs verarbeitet er vor allem indianische  Gesangstraditionen. Gail Steiger schließlich ist der Rebell unter den Cowboy-Sängern. Den Sommer über arbeitet allein auf seiner Ranch in Arizona; seine Musik spiegelt vor allem die sozialen und ökologischen Probleme im amerikanischen Westen von heute.
    Herbert Krill erkundet die Lebenswelt seiner Protagonisten und begleitet sie zu ihren Konzerten beim “Cowboy Poetry Gathering”, dem legendären Szenetreff der Cowboy Music in Elko, Nevada.
    “Musicmania” ist eine siebenteilige Dokumentarfilmreihe. Sie begleitet ungewöhnliche Musiker unterschiedlichster Genres, schaut ihnen auf die Finger und zeigt wie sie ihre Obsession leben. Mehr Infos unter www.3sat.de

    Herbert Krill did a wonderful job of capturing the spirit of the Cowboy Poetry Gathering in Elko, Nevada, and the lives of the main subjects. The photography is stunning.
    Margo Metegrano, Chefredakteurin des Blogs “cowboypoetry.com”

    “Song of the Cowboy” wird auch beim nächsten National Cowboy Poetry Gathering in Elko, Nevada gezeigt:

    Do 29.1. 2015  um 15.30h,  Northeastern Nevada Museum
    Fr 30.1.2015 um  10.00h,  Westates Theatres, Elko Crystal 5

     


  • Peter, Gernot und Wolfgang nach einem gemeinsamen Vortrag am Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaften in der Berggasse 7, Wien, im Juni 2012

     

    Peter Zurek, der langjährige Leiter von ORF 3sat und Regisseur zahlreicher TV-Dokumentationen, ist in der Nacht von Ostermontag auf Dienstag gestorben.
    Ich habe Peter Zurek 1996 kennengelernt. Er gestaltete gemeinsam mit Josef Nermuth eine 3sat-Dokumentation zum fünfzigjährigen Jubiläum von UNICEF in der A1plus Filmproduktion von Wolfgang Hackl, wo ich als frisch gebackener Schnittassistent den Profis beim Schnitt zuschauen und zuhören durfte. 1997 waren wir gemeinsam auf  Dreharbeiten in Israel für seine TV-Doku “Doswidanje – Shalom. Die Rückkehr aus Birobidjan”, wo ich als Tonmann mit von der Partie war. Es folgten meine ersten Schnittprojekte als Cutter, für die er als Redaktionschef verantwortlich war, 1999 schnitt ich unter der Regie von Wolfgang Hackl “Neue Lippen, ein neuer Seufzer – Das Arthur Schnitzler Tagebuch” und 2001 “Der heimatlose Europäer – Stefan Zweig”, zwei große Literatur-Dokus, für die Zurek das Buch geschrieben hatte.
    (more…)

  • Ein Film von Herbert Krill  | Dokumentation  D, 2012  |  45min  |  Kamera: Roland Breitschuh  |  Schnitt: Gernot Grassl  | Produktion: sehen! Film Köln für © ZDF 3sat
    Sendetermin So, 16.12.2012, 21h 3sat

    Von wegen “American Dream”: Die USA scheinen nicht mehr die führende Nation der Welt zu sein, irgendwie ist dem Land sein Optimismus abhanden gekommen. Ein Gefühl des Niedergangs liegt in der Luft, das sich in der sogenannten Kollaps-Bewegung manifestiert.
    3sat Pressetext

    Dieser Film ist der dritte Teil einer Trilogie über das Wesen der US-Amerikaner. Die ersten beiden Teile liefen schon vor Jahren im TV: ”American Psyche” 2003 in 3sat, und “American Expansion” 2004 in arte und 3sat, beide Filme habe ich für Regisseur Herbert Krill geschnitten.
    Für Teil 3, “American Collapse”, hat Krill und sein Team die USA von der Ostküste bis Kalifornien durchquert, um eine Reihe von Bloggern und Experten zu besuchen, die Überlegungen zum möglicherweise bevorstehenden Kollaps der amerikanischen Gesellschaft und Zivilisation angestellt haben. Diese widerlegen mit ihrer Weitsicht und Eloquenz nicht nur alle dumpfen Amerika-Ressentiments, die sich in Europa großer Beliebtheit erfreuen, sondern beweisen einmal mehr, dass Politik und Gesellschaft immer weiter auseinander driften:

    “If you take a larger view, the whole industrial world is an example of a boomtown. The same kinds of dynamics are playing out. We see enormous amounts of of wealth being produced, fortunes being made, a few people get rich and there is the promise that everyone will ultimately get rich. So everyone wants to be part of this.[…] But at the end of the day, the whole thing is unsustainable. It crashes and the boomtown becomes a ghost town.”
    Richard Heinberg, Author von “The Party is Over” und “Peak Everything”

    Eine sorgfältige Auswahl der Interviewpartner ist sowas wie das Markenzeichen aller Filme von Herbert Krill, und auch diese TV-Dokumentation bringt das wieder auf den Punkt – kompetente Menschen mit präzisen und teils überraschenden Aussagen:

    “What I find is most fascinating is the human’s capacity to ignore what’s in front of them. And to continue to imagine a Big Bang which would suddenly wake us all up and and help us to realize “Ahh! This is the beginning, this is the start of it!” […] So when you ask me when do I imagine the collapse will happen, I would say we are well into it.”
    Kathy McMahon, Psychologin & Bloggerin  ”Peak Oil Blues”

    Aber auch optisch hat dieser Film einiges zu bieten: Schauplätze wie der “Rust Belt” (Amerikas ehemaliges industrial heartland), die frühere Boomtown Las Vegas und kalifornische Geisterstädte werden von Zeitraffer-Fahrten, die die riesigen Dimensionen des US-Kontinents und gleichzeitig die Öl-Abhängigkeit der Nation verinnerlichen, miteinander verbunden. Die klaren, ruhigen Bilder von Kameramann Roland Breitschuh, die ich mit Freude zu Musik von Nine Inch Nails montiert habe,  zeigen eine unbekannte Seite der USA und brennen sich dadurch umso stärker ins Gedächtnis.

    Nähere Informationen zum 3sat-Schwerpunkt “Endzeit” auf der 3sat-Homepage zum Thementag. Der Film wird anschließend eine Woche lang in der 3sat-
    Mediathek
    abrufbar sein.

  • “Das – auch vielen Deutschen als erstrebens- und nachahmenswertes Modell dienende – Vorbild USA wird durch die Statements von reflektierten Amerikanern, die genau beobachtende Kamera und eine zwischen den Bildern entstehende Metaebene entzaubert.”
    (Ulrich Spies, Grimme Institut Mahr)

     

    “Der Film spürt der Stimmung nach, die dem Zerfall vorausgeht – und die ist gar nicht schlecht. [...]Was aber kommt, wenn wir den “Peak Oil”, den Höhepunkt weltweiter Ölförderung, überschritten haben? Dass sich in den Geisterstädten des amerikanischen “Rust Belt” schon ein Blick auf eine Variante dieser Zukunft werfen lässt, fängt Krill in beeindruckenden Bildern ein.”
    (Jan Knobloch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2012)

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    (Bilder-credits vlr: T.W. Portrait ©Bill Evaul, Regisseur Herbert Krill ©Lenka Pleskotova, T.W. am Walk of Fame St. Louis ©Roland Breitschuh)

    “What began as Southern drama 
has long since achieved the status of universality…
The South is now everywhere.”
    (Thomas Janssen, ZDF 3sat)

    Ein spezieller USA-Reisetipp für den September: neben den vielen Theateraufführungen des renommierten Provincetown Tennessee Williams Theater Festivals wird auch der von mir geschnittene ZDF-3sat-Dokumentation von 2011, “Überall ist Süden. Die Wirklichkeiten des Tennessee Williams” ( englischer Titel: “The South is Everywhere”) gezeigt. Provincetown, einst Wohnort von Williams, liegt unweit von Boston, Massachusetts, am äußersten Ende der Halbinsel Cape Cod und ist dank der herrlichen Sandstrände und dem vielseitigen kulturellen Festivalangebot für viele Amerikaner ein beliebtes Ausflugsziel.
    Regisseur Herbert Krill wird bei der ersten Vorführung anwesend sein und danach für ein Q&A zur Verfügung stehen – bin gespannt wie die amerikanischen T.W.-Fans, die sicherlich den Großteil des Publikums ausmachen werden, diesen europäischen Blick auf die gegenwärtige Bedeutung ihres Dichter-Heroes aufnehmen (mehr zum Film auf der 3sat-Homepage).

    Vorführungen:
    Freitag, 21.September 2012, 17.30h (mit Q&A Herbert Krill)
    Samstag, 22.September 2012, 18.15h
    Ort: Waters Edge Cinema, Eintritt: $10, Ticketkauf hier

     

  • Dokumentation, Deutschland  2011 / 45 min / R: Herbert Krill / K: Roland Breitschuh / Schnitt: Gg / P: sehen!Film Köln /© ZDF 3sat
    Sendetermin: Samstag 26.3., 22.05 Uhr, 3sat

    Nachdem es eine Zeitlang still um ihn war, wird Tennessee Williams auf den deutschsprachigen Bühnen jetzt wieder erstaunlich häufig aufgeführt. Das mag daran liegen, daß manche Themen seiner Stücke –Niedergang, Werteverlust, Krise, Gewalt, Gier– heute besonders aktuell sind. Es hat wohl auch mit der fast opernhaften Theatralik des Autors zu tun, die in ihrer leidenschaftlichen Menschlichkeit in der heutigen Ära der kühlen Informationsflut angenehm wärmt.
    Autor und Regisseur Herbert Krill (FEUCHTWANGER LEBT!) zeigt in seiner neuen Dokumentation einerseits Werke und Wirkungen von Tennessee Williams in Deutschland, andererseits die biografischen Ursprünge und Einflüsse des Theatermanns zwischen New Orleans, St.Louis und Mississippi. 3sat bringt den Film pünktlich zur hundertsten Wiederkehr seines Geburtstags (Pressetext).
    Mehr zum Film und dem Themenschwerpunkt Tennessee Williams auf der 3sat-Seite.

  • …und zwar am 6. Mai um 14.45 Uhr in der Aula des Universitätscampus (Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1090 Wien). Diesen Film von Herbert Krill (Produktion: sehen! Film Köln) habe ich im Herbst 2008 für 3sat geschnitten (mehr zum Film weiter unten im Blog). Anschließend werden noch 28 Minuten unveröffentlichtes Bonusmaterial gezeigt, das wir extra für diese Vorführung gestaltet haben.

    Die Vorführung findet im Rahmen einer Konferenz zum Thema “Exil – Glaube und Kultur” statt, die von der internationalen Feuchtwanger-Gesellschaft und vom Institut für Zeitgeschichte veranstaltet wird. Herbert Krill und ich werden bei der Vorführung anwesend sein, wir freuen uns über zahlreiches Kommen!

  • ich_schaff_es_2
    Doku-Reihe /© 2009 / 3 Teile je 25 min / PAL 16:9 (XDCAM)  / Ogris Film für ORF 3sat
    Regie: Alois Hawlik / Kamera: Konrad Edelbacher / Ton: Christian Waldl
    Musik: Thomas Mora / Schnitt: Gernot Grassl

    “Menschen streben aus unterschiedlichen Gründen in die Selbstständigkeit: Manche gezwungenermaßen, weil sie in Krisenzeiten “freigesetzt” wurden, andere, weil sie sich nach Anzeichen oder Erlebnis eines Burn-out zu einem Berufswechsel genötigt sehen, wieder andere, weil sie schlicht Herr oder Frau ihrer selbst sein, über ihre Zeit selbst bestimmen möchten.” (aus dem 3sat-Pressetext)
    Mehr Infos unter: ORF 3sat.

    Teil 1: Die zündende Idee
    Mittwoch 22. April 2009 / 18.00h

    Teil 2: Weiterbildung und Finanzierung
    Mittwoch, 29. April 2009 / 18.00h

    Teil 3: Die Realisierung
    Mittwoch, 6. Mai 2009 / 18.00h
    (WH: jeweils am Donnerstag um 5.10 Uhr)

  • Foto: ©2009 Gernot Grassl

    Genauer: für den Sonderpreis Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen. Feuchtwanger lebt! ist eine Produktion der sehen! Film Köln für ZDF 3sat, die ich im Vorjahr mit Regisseur Hebert Krill geschnitten habe – mehr zum Film weiter unten im Blog.
    Der undotierte Adolf-Grimme-Preis gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis. Benannt ist die Auszeichnung nach Adolf Grimme, der von 1948 bis 1956 Generaldirektor des damaligen Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) war. Die diesjährigen Gewinner werden am 25. März in Düsseldorf bekanntgegeben, die Preisverleihung findet am 3. April 2009 im Theater der Stadt Marl statt und wird ab 22.25h auf 3sat gesendet. Also bitte Daumen halten! www.grimme-institut.de