Kinodokumentation / 90min / R: Werner Boote / Kamera: Dominik Spritzendorfer / Schnitt: Emily Artmann / additional editing: Gernot Grassl, Max Kliever / P: NGF Geyrhalterfilm  Markus Glaser/Michael Kitzberger/Wolfgang Widerhofer/Nikolaus Geyrhalter

Ein bekanntes Horrorszenario: 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Schwindende Ressourcen, giftige Müllberge, Hunger und Klimawandel – eine Folge der Überbevölkerung? Wer behauptet eigentlich, dass die Welt übervölkert ist? Und wer von uns ist zuviel?
Nach dem großen Kinoerfolg von „Plastic Planet” bereist der neugierige Dokumentarist Werner Boote unseren Planeten und untersucht für POPULATION BOOM ein jahrzehntelang festgefahrenes Weltbild. Für ihn stellt sich eine völlig andere Frage: Wer oder was treibt dieses Katastrophenszenario an? (aus dem NGF Pressetext)

“Population Boom”, der erste von der Nikolaus Geyrhalter Film produzierte Dokumentarfilm von Werner Boote, war auch meine erste Zusammenarbeit mit ihm. Nach langer und sorgfältiger Schnittarbeit von Cutterin Emily Artmann wurde ich im Endspurt für den Feinschnitt mit an Bord geholt, um mit frischem Blick mitanzupacken. Eine für mich neue Herausforderung, hatte ich doch bisher noch nie die Arbeit einer/s Kollegin/en fortgesetzt oder umgeschnitten, was anfangs auch eine gewisse respektvolle  ”Schnitthemmung” zur Folge hatte. Beim Sichten früherer, Monate zurück liegender Schnittversionen des Films wurde mir bewusst, wie viel Zeit und Energie schon in diesen Film gesteckt worden war und welche Klarheit der dramaturgische Aufbau des Films dazwischen schon bekommen hatte.

Die große Stärke von “Population Boom” ist meiner Meinung nach erstmal das Dogma “Überbevölkerung” an sich: selbst 1971 geboren, kann ich mich gar nicht erinnern, nicht in einer Zeit gelebt zu haben, in der nicht permanent behauptet wurde, es gäbe zu viele Menschen auf der Erde – niemals hätte ich dieses Weltbild hinterfragt. Und die Art und Weise, wie Werner Boote diesem tief verankertem “Faktum” langsam – manchmal schlau, manchmal naiv spielend aber immer glaubhaft – auf den Zahn fühlt, ist spannend, unterhaltsam und informativ zugleich. Mit Hilfe der beeindruckenden Bilder von Kameramann Dominik Spritzendorfer hinterfragt er die negative Konnotation von Menschenmassen und  schafft es sogar, sie umzudeuten. Und so nimmt Doku-Popstar Boote sein Publikum mit auf eine weltumspannende Reise  und beschert ihm einen großen, angenehmen Erkenntnisgewinn. Welchen genau? Zu sehen ab sofort im Kino.

Mehr Infos zum Film unter
www.population-boom.at oder www.geyrhalterfilm.com.


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