©2011 Oliver Indra

Dokumentation, AT 2012 / 30 min / R: Renata Schmidtkunz / K: Avner Shahaf, Heribert Senegacnik, Oliver Indra / Schnitt: Gg / P: Navigator Film & Renata Schmidtkunz für BMUKK

„Die deutsche Sprache ist natürlich belastet durch die Nazi-Zeit  […]  Aber die Grammatik ist unbelastet, die Grammatik ist unschuldig. Ich möchte gerne einen Aufsatz schreiben darüber, wie die deutsche Grammatik unschuldig ist, aber ich habe das noch nicht ganz hingekriegt.“ – Ruth Klüger.

Nach Kinofassung, -ORF- und WDR-Fassung haben wir noch eine spezielle Version für das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur fertiggestellt –  mit Schwerpunkt Literatur und Germanistik. Für Schüler der Oberstufe konzipiert, gestalteten Regisseurin Renata Schmidtkunz und ich aus dem Rohmaterial eine Dokumentation, die Ruth Klügers Blick auf Worte, Gedichte und Grammatik ins Zentrum rückt: „Literatur ist das, was entsteht, wenn Menschen sich mit Sprache abgeben, das ist alles. Die Literatur braucht keine Rechtfertigung.“

Anfangs leicht abgeschreckt von der Tatsache, dass wir für diesen Film das riesige Meer an Interviews erneut durchschwimmen müssten, erlebten wir aber bald auf ein Neues den Klüger-Effekt: man kann einfach nicht aufhören, den Worten dieser Frau zu lauschen und ist sofort wieder fasziniert von ihrer Art zu Denken. Und so fügten sich Gedanken zur Sprache zu Bildern von Landschaften, ließen diese in neuem Licht erscheinen und uns eine der Grundregeln des Schnitts wieder neu erleben: dass Bilder ihre Aussagekraft und ihren Inhalt verändern, wenn sie mit anderen Bildern kombiniert werden.

Diese Version ist ausschliesslich als Lehrmittel für Deutsch- und Geschichtslehrer in Österreich konzipiert.


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