Doku / 43 min / PAL 4:3 / © 2003 Äthiopien, Indien, Nepal, Österreich, Uganda, USA / © a1plus für ORF 3sat
Regie: Peter Zurek / Kamera: Wolfgang Hackl / Schnitt: Gernot Grassl
Erstausstrahlung am 25.6.2003, 3sat

Die Welt ist nicht besser geworden. Zumindest nicht für jene eineinhalb Milliarden Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung oder schulischer Ausbildung haben. Obwohl die Weltwirtschaft seit 1950 um siebenhundert Prozent angewachsen ist, kämpft jeder dritte Erdenbewohner ums Überleben, weil er pro Tag höchsten zwei Euro zur Verfügung hat. In den Ländern der Dritten Welt ist die Lage auch deshalb so desaströs, weil Intellektuelle und gut Ausgebildete resignieren und in den reichen Norden übersiedeln.
Jedes Jahr sterben in den armen Ländern fast 15 Millionen Menschen an Krankheiten, die bei uns höchstens ein paar Tage Bettruhe verlangen. In den letzten zwanzig Jahren hat Afrika ein Drittel seiner Hochschulabsolventen verloren. Im Senegal zum Beispiel verdient ein Akademiker im Monat weniger als 250 Euro. Das Problem der Abwanderung der Intelligenz aus den armen Ländern gab es schon immer. Neuerdings hat es einen Namen: BRAIN DRAIN.
Die besten Chancen im Norden aufgenommen zu werden, haben diejenige, die eine gute Ausbildung vorzuweisen haben. Die auf der Flucht vor dem Elend sind, drohen missbraucht und von Schleppern ausgebeutet zu werden. Viele kommen um, ehe sie ihr Ziel erreichen. Andere sind ohne Rechte, sowohl in ihren ehemaligen Heimatländern als auch dort, wo sie schließlich Arbeit finden.


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