Das Schneiden ist der einzige Vorgang, bei dem der Film keine Anleihen bei anderen Künsten macht. Man kann doch sagen, dass das Drehbuchschreiben eine Anlehnung an die Literatur darstellt, das Proben vor der Kamera dem Theater entliehen ist, das Drehen eine Anwendung der Photographie bedeutet. Nur beim Schneiden ist der Film ganz bei sich, er hat etwas, was keine andere Kunstform aufweisen kann.
(Stanley Kubrick, Regisseur und Autor, Eyes Wide Shut, Full Metal Jacket, The Shining, Barry Lyndon, A Clockwork Orange, 2001: A Space Odyssey, ua)

zitat_graphik400

„Jetzt ham´s den fotografierten Manderln eine Stimm´ geben, dann wern se´s vielleicht auch noch bunt anmalen, dann wird man vielleicht den ganzen Film ins Haus schicken per Telefon oder was weiß ich.“
Viktor Kutschera, Wiener Theater- und Filmschauspieler. Dieses Zitat aus 1928 (überliefert durch Luise Ullrich) hat streng genommen keinen direkten Bezug zum Schnitt, aber durchaus prophetische Charakter für die weitere Postproduktion von Filmen. Hut ab, Herr Kutschera! Gefunden im Editorial der aktuellen filmarchiv Austria-Programmzeitschrift (#70, 11/10) von Günter Krenn.


Kommentare geschlossen.

Zum Seitenanfang