Das Schneiden ist der einzige Vorgang, bei dem der Film keine Anleihen bei anderen Künsten macht. Man kann doch sagen, dass das Drehbuchschreiben eine Anlehnung an die Literatur darstellt, das Proben vor der Kamera dem Theater entliehen ist, das Drehen eine Anwendung der Photographie bedeutet. Nur beim Schneiden ist der Film ganz bei sich, er hat etwas, was keine andere Kunstform aufweisen kann.
(Stanley Kubrick, Regisseur und Autor, Eyes Wide Shut, Full Metal Jacket, The Shining, Barry Lyndon, A Clockwork Orange, 2001: A Space Odyssey, ua)

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„Am Schneidetisch wird aus Gestammel Rhetorik. Weil es diese rhetorische Artikulation gibt, ist der Diskurs ohne Artikulation im Schneideraum Gestammel.“
Harun Farocki, Regisseur, Produzent, Autor & Editor (z.B. Etwas wird sichtbar, Leben – BRD, Gefängnisbilder, Die Schöpfer der Einkaufswelten)


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