Empfehlungen

  • RR Reisebüro

     

    Zur Ausstrahlung der letzten Folge von Reiseckers Reisen, Staffel 3

    Die dritte  Staffel von Reiseckers Reisen ist wieder hervorragend gelaufen: Trotz gleichbleibend später Sendezeit ist die Zahl der Stammseher weiter gestiegen, Mundpropaganda und die Anzahl der Facebook-Follower nimmt nach jeder Sendung zu, der „Kultfaktor“ der Dokumentarfilmserie hat sich bis nach ganz oben im ORF herumgesprochen. Das Format ist, wie es so schön heißt, aufgegangen.

    Warum es mir als Editor dieser Serie nach 30 Folgen immer noch Spaß macht, diese dokumentarischen Kleinode zu montieren, hat mehrere Gründe: die Authentizität des Materials, die spürbare Zufälligkeit der Begegnungen, das Lokalkolorit der Regionen (die Dialekte!), die Vielfalt an Lebensentwürfen, die jugendliche Neugier des Herrn Reisecker und dieses freie Gefühl des „einfach Drauflosfahrens“, das sich durch alle Sendungen zieht…
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  • Kinodokumentation / 90min / R: Werner Boote / Kamera: Dominik Spritzendorfer / Schnitt: Emily Artmann / additional editing: Gernot Grassl, Max Kliever / P: NGF Geyrhalterfilm  Markus Glaser/Michael Kitzberger/Wolfgang Widerhofer/Nikolaus Geyrhalter

    Ein bekanntes Horrorszenario: 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Schwindende Ressourcen, giftige Müllberge, Hunger und Klimawandel – eine Folge der Überbevölkerung? Wer behauptet eigentlich, dass die Welt übervölkert ist? Und wer von uns ist zuviel?
    Nach dem großen Kinoerfolg von „Plastic Planet” bereist der neugierige Dokumentarist Werner Boote unseren Planeten und untersucht für POPULATION BOOM ein jahrzehntelang festgefahrenes Weltbild. Für ihn stellt sich eine völlig andere Frage: Wer oder was treibt dieses Katastrophenszenario an? (aus dem NGF Pressetext)

    „Population Boom“, der erste von der Nikolaus Geyrhalter Film produzierte Dokumentarfilm von Werner Boote, war auch meine erste Zusammenarbeit mit ihm. Nach langer und sorgfältiger Schnittarbeit von Cutterin Emily Artmann wurde ich im Endspurt für den Feinschnitt mit an Bord geholt, um mit frischem Blick mitanzupacken. Eine für mich neue Herausforderung, hatte ich doch bisher noch nie die Arbeit einer/s Kollegin/en fortgesetzt oder umgeschnitten, was anfangs auch eine gewisse respektvolle  „Schnitthemmung“ zur Folge hatte. Beim Sichten früherer, Monate zurück liegender Schnittversionen des Films wurde mir bewusst, wie viel Zeit und Energie schon in diesen Film gesteckt worden war und welche Klarheit der dramaturgische Aufbau des Films dazwischen schon bekommen hatte.
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  • Peter, Gernot und Wolfgang nach einem gemeinsamen Vortrag am Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaften in der Berggasse 7, Wien, im Juni 2012

     

    Peter Zurek, der langjährige Leiter von ORF 3sat und Regisseur zahlreicher TV-Dokumentationen, ist in der Nacht von Ostermontag auf Dienstag gestorben.
    Ich habe Peter Zurek 1996 kennengelernt. Er gestaltete gemeinsam mit Josef Nermuth eine 3sat-Dokumentation zum fünfzigjährigen Jubiläum von UNICEF in der A1plus Filmproduktion von Wolfgang Hackl, wo ich als frisch gebackener Schnittassistent den Profis beim Schnitt zuschauen und zuhören durfte. 1997 waren wir gemeinsam auf  Dreharbeiten in Israel für seine TV-Doku „Doswidanje – Shalom. Die Rückkehr aus Birobidjan“, wo ich als Tonmann mit von der Partie war. Es folgten meine ersten Schnittprojekte als Cutter, für die er als Redaktionschef verantwortlich war, 1999 schnitt ich unter der Regie von Wolfgang Hackl „Neue Lippen, ein neuer Seufzer – Das Arthur Schnitzler Tagebuch“ und 2001 „Der heimatlose Europäer – Stefan Zweig“, zwei große Literatur-Dokus, für die Zurek das Buch geschrieben hatte.
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  • 11 Kurzfilme / Konzept & Regie: Johannes Holzhausen / Kamera: Matthias Smycka, Attila Boa / Schnitt: Gernot Grassl / Animationen & Compositing: Paul Schön / Idee & Projektentwicklung: Helene Hanzer / Produzent: Johannes Rosenberger / © Navigator Film für Kunsthistorisches Museum Wien (KHM)

    Morgen, am 1. März 2013, wird die Kunstkammer im Kunsthistorischen Museum Wien nach elf Jahren wieder eröffnet und der Öffentlichkeit in neuem Glanz präsentiert, was der Österreichausgabe der ZEIT die Titelseite wert war. Diese „bedeutendste Sammlung ihrer Art“ (KHM Eigendefinition) umfasst tausende Objekte vom späten Mittelalter bis zur Barockzeit, darunter auch die sogenannten Automaten: prunkvolle Kunstwerke in Form eines Schiffes, Turms oder Kutsche, in deren Inneren eine hochkomplexe Mechanik die Objekte zum Leben erwecken. So gleitet das wohl prachtvollste Stück dieser Sammlung, der Schiffsautomat von Hans Schlottheim (1585 erbaut!), zielstrebig voran, während an Deck Figuren von Musikern bewegt werden und im Inneren ein Orgelwerk Musik macht. Als fulminanten Abschluss des Spektakels feuern die mit Schwarzpulver geladenen Kanonen lautstark Schüsse ab.
    Um den Zauber dieser Meisterwerke der Uhrmacherkunst für das Publikum spürbar zu machen, beauftragte das KHM die Navigator Film, unter Aufsicht und grosser Mitwirkung von Restaurator Nils Unger, die Bewegungsabläufe der Automaten innen und aussen in 11 Kurzfilmen zu dokumentieren.

    Auf Tablet-Computern können künftig die Besucher des Museums in sorgfältig produzierten Kurzfilmen bestaunen, wie die scheinbar leblosen Kunstobjekte in den Vitrinen zu rattern und tröten beginnen – Special Effects aus der frühen Neuzeit.
    (Die ZEIT, 21.02.2013)

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  • Endlich gibt es unseren Film „Das Weiterleben der Ruth Klüger“ nun auch auf DVD im Handel!
    Die DVD-Präsentation fand am Donnerstag, dem 12.10.2012, in der Buchhandlung Thalia in Wien Mariahilf  in Anwesenheit von Ruth Klüger, Produzent Johannes Rosenberger und mir statt, moderiert wurde der Abend von Günther Kaindlsdorfer von Ö1. Dem zahlreich erschienenem Publikum wurden zwei Ausschnitte aus dem Film vorgeführt, danach beschrieb Ruth Klüger, was ihr an dieser Produktion am meisten bedeutete:„Daß ich durch diese Zusammenarbeit mit Renata Schmidtkunz in gewisser Weise meine Geschichte an eine Frau der nächsten Generation weitergeben konnte – Renata könnte ja meine Tochter sein – und ich immer das Gefühl hatte, dabei in guten Händen zu sein.“

    Die DVD kann man am einfachsten bei filmladen.at oder falter.at direkt bestellen.

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    (Bilder-credits vlr: T.W. Portrait ©Bill Evaul, Regisseur Herbert Krill ©Lenka Pleskotova, T.W. am Walk of Fame St. Louis ©Roland Breitschuh)

    „What began as Southern drama 
has long since achieved the status of universality…
The South is now everywhere.”
    (Thomas Janssen, ZDF 3sat)

    Ein spezieller USA-Reisetipp für den September: neben den vielen Theateraufführungen des renommierten Provincetown Tennessee Williams Theater Festivals wird auch der von mir geschnittene ZDF-3sat-Dokumentation von 2011, „Überall ist Süden. Die Wirklichkeiten des Tennessee Williams“ ( englischer Titel: „The South is Everywhere“) gezeigt. Provincetown, einst Wohnort von Williams, liegt unweit von Boston, Massachusetts, am äußersten Ende der Halbinsel Cape Cod und ist dank der herrlichen Sandstrände und dem vielseitigen kulturellen Festivalangebot für viele Amerikaner ein beliebtes Ausflugsziel.
    Regisseur Herbert Krill wird bei der ersten Vorführung anwesend sein und danach für ein Q&A zur Verfügung stehen – bin gespannt wie die amerikanischen T.W.-Fans, die sicherlich den Großteil des Publikums ausmachen werden, diesen europäischen Blick auf die gegenwärtige Bedeutung ihres Dichter-Heroes aufnehmen (mehr zum Film auf der 3sat-Homepage).

    Vorführungen:
    Freitag, 21.September 2012, 17.30h (mit Q&A Herbert Krill)
    Samstag, 22.September 2012, 18.15h
    Ort: Waters Edge Cinema, Eintritt: $10, Ticketkauf hier

     


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    Dokumentation, Österreich, USA 2012 / 79 bzw. 59 min / Regie: Herbert Krill / Executive producer: Katharina Schulenberg-Leduc / Kamera:  Ronald Vaughan, Jürg Viktor Walther  u.a. / Ton: Yuri Raicin, Stephan von Hase / Schnitt: Gg / wissenschaftliche Beratung: Malcolm S. Cole, Karin Wagner /  Produktion: Vaughan Video KG / Redaktion WDR: Lothar Mattner / gefördert von: AMA Advisors, Botstiber Foundation, exil.arte, Zukunftsfonds

     

    Erich (später Eric) Zeisl (1905-1959) war ein österreichischer Komponist jüdischer Abstammung, der 1938 zuerst nach Paris, dann nach New York und schließlich nach Los Angeles emigrierte. Nach vielversprechenden Anfängen im Wiener Musikleben musste er sich im Exil als Filmkomponist und Lehrer über Wasser halten, die Produktion eigener Werke kam oft zu kurz. Nach seinem frühen Tod gerieten seine von der Romantik beeinflussten, moderat-modernen Kompositionen (Lieder, Kammermusik, Chorwerke) in Vergessenheit. Heute wird Zeisl jedoch wiederentdeckt, was nicht zuletzt den Aktivitäten seiner einzigen Tochter zu verdanken ist.

    Der Dokumentarfilm bringt viele Beispiele von Zeisls Musik und schildert Zeisls Leben in Österreich und Amerika. Nicht zuletzt beschäftigt er sich mit Zeisls Persönlichkeit, seiner Liebe zur alten Heimat und seiner Nicht-Anpassung ans amerikanische Exil. (aus dem Pressetext)

     

    „I had never heard the name Eric Zeisl“ – genau so, wie der kalifornische Experte Professor Malcolm S. Cole in dieser Dokumentation seine erste musikalische Begegnung mit Erich Zeisl beschreibt, ging es auch mir, als Regisseur Herbert Krill mir sein Filmprojekt über diesen Komponisten vorstellte. Umso größer war der Überraschungseffekt, als ich beim Schnitt dieser Dokumentation immer mehr aus Zeisls großem Schaffenswerk kennenlernte – einfach grandios!

    Mit großer Unterstützung von Zeisls Tochter Barbara Zeisl-Schoenberg, sammelte Herbert Krill mit detektivischer Akribie Archivstücke, drehte an Originalschauplätzen in Europa und den USA, filmte Liederabende (z.B. in der Villa Aurora, Los Angeles), Opern-Inszinierungen („Hiob“ nach Josef Roth) und Orchesteraufführungen (Highlight: „Requiem Ebraico“ interpretiert von den Wiener Philharmonikern und dem Chor des Wiener Musikvereins). Ehemalige Weggefährten wie der Violinist Israel Baker sowie frühere Studenten Zeisls kommen zu Wort, Biografin Karin Wagner führt durch den umfangreichen Fundus an Korrespondenz. Durch die starke Verbindung von Zeisls Werken mit seiner Biografie ließen sich diese  in der Montage dramaturgisch gut verbinden, und – was Regisseur Herbert Krill und mir besonders wichtig war – man hört viel Zeisl-Musik (was ja bei vielen Musik-Dokumentation im TV nicht immer der Fall ist).

    Durch den großen Anteil der Familie Zeisl-Schoenberg kommt der Film seinem Protagonisten sehr nahe und erzählt so nicht nur ein vergangenes Schicksal, sondern avanciert zum Portrait einer quicklebendigen und sympathischen Familie, die mit Begeisterung die Kunst Erich Zeisls in der Gegenwart aufleben läßt.

     

    Die 79-Minuten-Fassung dieser Dokumentation wurde im September 2011 in Los Angeles uraufgeführt, die Europa-Premiere fand am 8.Mai 2012 im Literaturhaus Wien statt.
    Der WDR zeigt als erster TV-Sender eine 59-Minuten-Fassung des Films am

    21. Mai 2012 um 23.15h in der Reihe „west.art klassik“.

    Es freut mich, dass der Film auch beim Jüdischen Filmfestival Wien 2013 gezeigt wird:
    Mi 9.10. 18:00 Uhr, Votivkino
    Mi 16.10. 18:00 Uhr, De France

    Weitere Ausstrahlungen:
    Freitag, 11. Oktober 2013 um 23.59 Uhr auf ORF III
    Sonntag 10. November 2013, jeweils in der Reihe „faszination musik“ um
    8:00  NDR (Hamburg)
    8:00  Radio Bremen TV
    9:30  SWR (Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg)
    9:30  SR (Saarländischer Rundfunk)

    Alle Infos zu Erich Zeisl inklusive schöner Hörproben findet man auf www.zeisl.com.
    Filmstills © Herbert Krill/Vaughan Video (mit freundlicher Genehmigung)
    Fotos: © Barbara Zeisl-Schoeberg (mit freundlicher Genehmigung)

  • Da freut man sich, daß das gute alte Macbook Pro (MBP) noch immer so gut läuft und als Internet- und Musikplayer formschön auf dem Wohnzimmertisch einen neuen Platz gefunden hat, da macht das Ding beim Starten plötzlich – nix. Also fast nix, ein bißchen Festplatte hört man schon, aber sehen? Gar nix…gar nix! Das hat er noch niieee gemacht.

    Also ab zum Mac-Repairshop (empfehlenswert: mymac in Wien 5), nach kurzem Check ist klar: ja, das MBP stammt aus der Serie sowieso-sowieso und ist mit einem schadhaftem Grafikchip von nVidia versehen, Apple hat deshalb die Garantie für diesen Fehler auf 4 (!) Jahre ausgedehnt, wann haben Sie denn das MBP gekauft? Hmm, grübel grübel, Mist, vor 4,5 Jahren, also keine Chance. Reparaturkosten: 1029.-€, da das komplette Mainboard (in Applesprache: „Logicboard“) ausgetauscht werden muß. Schluck!

    Nee du, also das geht gar nicht. Also MBP wieder mitnehmen und zuerst mal googeln, was es da so zum Thema gibt. Und siehe da, ich bin nicht der einzige mit diesem Problem: findige Nerds haben festgestellt, dass man mit etwas Wärme dem Problem auf den Leib rücken kann. Kurz: Logicboard ausbauen und 6 min bei 200°C ins Backrohr – Fertig!

    Wie gibt´s das? Der Fehler ist, dass im Grafikchip Leiterbahnen mit  der Zeit spröde werden und so kein guter Kontakt mehr gegeben ist – deshalb der Bildausfall. Durch die Erwärmung wird das Leiter-Material weicher und verbindet sich wieder.

    Am besten man folgt den Anweisungen im Blog ENIAK eine wunderbare Schritt-für-Schritt-Anweisung geschrieben hat. Bei mir hat das auch wirklich funktioniert, allerdings muß man einschränkend dazu sagen, daß der „Reparatureffekt“ ca 3 Monate hält, dann muß das Ding wieder in den Backofen – also als Dauerlösung für das Hauptgerät im Leben wohl nicht so geeignet. Zweitens muss ich sagen, machte mir zwar das Zerlegen des MBP Spaß, aber es ist nix für Anfänger und die ganze Aktion dauert beim ersten Mal sicher 3-4 Stunden. Und: bevor man irgendwas aufschraubt, ohne Wärmeleitpaste geht gar nix nach dem Backen!

    Trotzdem hat mich die ganze Aktion mit DIY-Spirit erfüllt, und noch dazu mit einem Ding aus der Mikroprozessorenwelt (hab ich in den 80er-Jahren meinen Walkman selber repariert? Nein. In den 90ern mein Gesangsmikro? Nein! In den 00-Jahren meinen Revo? Nein! IRGENDWANN mein Auto? Neeeiin!!!).

    Wär hätte das gedacht? Bin gespannt, ob ich in 4 Jahren mal mein iPad grille…..