Aktuell

  • Große Überraschung bei der Preisverleihung der Diagonale am Samstag: Nikolaus Geyrhalters Film „Die bauliche Maßnahme“, den ich in Zusammenarbeit mit Kollegin Emily Artmann geschnitten habe, gewinnt den Großen Diagonale-Preis für Dokumentarfilm 2018!

    Begründung der Jury:
    „Viel ist zurzeit von „denen da oben“ und „denen da unten“ die Rede. Der Film, den wir auszeichnen, entscheidet sich für „die da unten“ – nicht in einem sozialromantischen Sinne, sondern einem buchstäblichen. Er bleibt auf dem Boden und trifft dort Menschen, sieht ihnen zu, hört ihnen zu. „Die da oben“ werden hingegen zu einer schrillen, hysterischen Tonspur – einer Tonspur, deren Echo durch ganz Europa hallt und doch dort unten, wo der Film ist, nicht hohler nachklingen könnte. Wenn ein Film so klug unterscheiden kann zwischen dem Gesagten und dem Gelebten – vielleicht können wir das ja alle. ”

    Mehr zu den Preisträgern 2018 auf der Diagonale-Homepage.

    Ein Termin für den Kinostart ist noch nicht fixiert, momentan wird der Film noch Festivals angeboten. Nach den ausgelassenen Reaktionen des Grazer Diagonale-Publikums bin ich gespannt, wie der Film auf anderen Festivals ankommt!

  • Wie mir eben zu Ohren kam, wird die 5. Staffel der Kult-Serie „Reiseckers Reisen“ neben österreichischen Regionen auch  spezielle Ziele im Ausland beinhalten, unter anderem die deutsche Hauptstadt Berlin und das liebste Urlaubsfernziel der Österreicher, die indonesische Insel Bali. Auf diese Begegnungen bin ich gespannt – alle Gute beim Dreh, Michi!

  • Andreas Patton und Andrea Clausen in "Das ist es, was immer mit den Menschen los und mit den Tieren nicht los ist" von Jan & Anna Groos (Groosproduktion).

    Andreas Patton und Andrea Clausen in „Das ist es, was immer mit den Menschen los und mit den Tieren nicht los ist“.

    Dokufiktion, A 2013 | 45 Minuten, Stereo, Cinemascope | Regie: Jan & Anna Groos | Mit Andrea Clausen, Christian Dolezal, Andreas Patton u.a. | Kamera: José Lorenzo Wasner, Alex Haspel | Ton: Axel Traun | Schnitt: Gernot Grassl | Musik: Mario Dancso
     
    Es freut mich verkünden zu dürfen, dass der Spielfilm „Das ist es, was immer mit den Menschen los und mit den Tieren nicht los ist“ von Jan & Anna Groos (Groosproduktion) auf der Diagonale 2013 in Graz zu seiner Österreich-Premiere gelangt! Der Film läuft als letzter Teil des Kurzspielfilmprogramms 1 am
     
    Mittwoch, 13. März 2013, 18Uhr im UCI Annenhof Saal 6
    Freitag, 15. März 2013, 14Uhr im UCI Annenhof Saal 6
     
    In Wien wird der Film erstmals öffentlich gezeigt im Rahmen der CINEMA NEXT Filmnacht am
     
    24. Mai 2013, 23Uhr Gartenbaukino
    Das Regiegeschwisterpaar sowie weitere Teammitglieder werden anwesend sein. See you there!

     

  • Yep, Sie haben sich nicht verlesen: genau vor 20 Jahren hat der Kanadier Douglas Coupland sein erstes Buch veröffentlicht, womit dem Kunststudenten gleich ein weltweiter Megaerfolg gelungen ist: Generation X. Mit diesem Titel bezeichnete er jene Generation junger Nordamerikaner, die seit den Wirtschaftswunderjahren erstmals weniger gute Zukunftsaussichten hatten als ihre Elterngeneration, zum ersten Mal war die allheilbringende Konsummaschinerie ins Stocken geraten (ein Effekt, der in Europa erst später und abgeschwächter spürbar wurde). Mit dem Roman traf er nicht nur inhaltlich den Nerv der Zeit, auch sprachlich setzte er mit seinen ideenreichen Wortschöpfungen („McJob“) neue Maßstäbe in der Popliteratur. Selbst der Untertitel „Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur“ klingt heute aktueller den je.

    Seitdem habe ich – ja, wirklich –  jedes seiner Bücher gelesen, auch jene die nur in Nordamerika erhältlich sind wie Souvenir of Canada (Vol 1+2), die sich bekannt ironisch mit der kanadischen Identität befassen, City of Glass, ein Cityguide seiner Heimatstadt Vancouver, oder Terry, eine Hommage an den jungen kanadischen Volkshelden Terry Fox, der sich 1980 mit der Diagnose Krebs vornahm, auf seinem „Marathon of Hope“ quer durch Kanada von Küste zu Küste zu laufen, um auf diese unheilbare Krankheit aufmerksam zu machen.

    2001 besuchte ich im Wiener WUK eine Lesung Couplands zu seinem neuen Roman „Miss Wyoming“ (plus dem frisch in die Literaturwelt eingeschlagenen Frederic Beigbeder mit „39.90“). Der Saal war zum Bersten voll, die Luft stickig. Im Getümmel danach gelang es mir, Coupland eine CD („stories from the research labs“) meiner damaligen Band Scapegoat Delu:xxe in die Hand zu drücken, mit den Worten:“The lyrics are very much inspired by your work“. Er antwortete, „well, thank you, maybe you´ll inspire me back.“ Uff, das war ja heftig! Obwohl seine Romantitel schon häufig Bezug zur Popmusik hatte (Generation X war Billy Idols erste Band, Girlfriend in a Coma ist ein Song von den Smiths und, eh kloar, Eleanor Rigby), muss ich wohl nach 10 Jahren meine Hoffnung auf eine Scapegoat-Erwähnung aufgeben (schnief!).

    Erst 2010 erschien You Know Nothing of My Work!, eine von Coupland verfasste Biographie von Marshall McLuhan, jenem kanadischen Philosophen, der als Gallionsfigur der Kommunikations- und Medientheorie gilt („The Medium is the Message“). Coupland schreibt  gewohnt witzig und schlau, verknüpft Luhans Theorien mit dessen Lebenserfahrungen und fasst auf knappen 216 Seiten die wichtigsten Zitate und Vorhersagen zusammen. Nicht zuletzt mit diesem Buch gehört Coupland selbst auch zu den großen Denkern und Schreibern Kanadas.

    Ein einziges Buch von Coupland habe ich noch nicht ergattern können, da es 2001 nur in Japan (und natürlich in japanischer Schrift) erschienen ist. Inhaltlich scheint es um japanische Popkultur zu gehen. Der Titel klingt heute leider prophetisch-düster: God hates Japan.

  • Für alle, die schnell große Dateien bis zu 2 GB sicher und ohne Registrierung verschicken wollen, ist die Seite www.wetransfer.com wie geschaffen: Absender- und Empfänger-Mailadresse angeben, Datei auswählen, bei Bedarf noch kurzen Text anhängen – fertig. Finanziert wird der Sevice über Werbung, die großflächig im Browserfenster beim Senden und Empfangen präsentiert wird. Ich habe die Seite kenngelernt, als mir bei meinem aktuellen Tennessee Williams-Projekt ein Theater kurze HD-Videos schicken wollte, zwei Mal hat das Empfangen tadellos und rasch funktioniert. Und da die Werbenden meist Künstler oder Firmen aus der Kreativbranche sind, sind die screensaver-artigen Ads optisch sehr ansprechend und die Links oft inspirierend. Womit wir beim einzigen Nachteil von wetransfer.com sind: Internet-klick-jö-schön-klick-klick-wow-interessant-klick-klick-Verzettleritis!

  • Gratuliere! Für alle, die die Preisverleihung versäumt haben, hier ihre Dankesreden auf ORF-iptv, und unten ihre kurzen Pressestatments:

  • Ja, ich kann „Last Christmas“ vom Wham! auch kaum mehr aushalten, aber schon mal die „Literal Video Version“ gehört? Dieser Trend in der YouTube-Community bedeutet, dass die Vocals mit einem neuem Gesangstext, der immer die momentan zu sehenden Bilder des Videos beschreibt, neu eingesungen werden – häufig durchsetzt von filmischen Regieanweisungen oder Hinweisen auf Anschlussfehler. Das muss man sich einfach anschauen! Auch unpackbar: Total Eclipse of the Heart. Frohe Weihnachten!

  • AUFRUF AN ALLE EUROPÄISCHEN FILMSCHAFFENDEN
    Am 12. Dezember werden wieder die Europäischen Filmpreise verliehen.
    Die European Film Academy (EFA) vereint über 2.000 europäische Filmschaffende mit dem gemeinsamen Ziel, die Filmkultur Europas zu fördern. Vom Kurzfilm bis zur besten Entdeckung werden Drehbuchautoren, Produzenten, Regisseure, Kameraleute und Darsteller für ihre Leistungen gewürdigt.

Für Editoren vergibt die Academy hingegen nur einen Sammelpreis, den Prix d’excellence, bei dem beispielsweise dieses Jahr entschieden werden soll, ob der Schnitt von „Vincere“ besser ist als die Maske vom „Baader Meinhof Komplex“.
Wir glauben, dass die Academy mit dieser Praxis der Bedeutung der Arbeit der Filmschaffenden nicht gerecht wird und fordern die EFA auf, stattdessen die Preiskategorien European Editor und European Production Designer wiedereinzuführen.

Vor vier Jahren hat die European Film Academy einmalig herausragende Editoren ausgezeichnet und damit zur Würdigung des Filmschnitts als einem wesentlichen Grundelement des Mediums Film beigetragen. Seither kann jedoch nicht von Würdigung, sondern eher von Vernachlässigung des Filmschnitts seitens der European Film Academy die Rede sein. Gerade weil der Filmschnitt als unsichtbare Kunst im Hintergrund seinen wichtigen Beitrag zum Gesamtwerk leistet, brauchen Editoren eine öffentliche Präsenz, die über den eigenen Berufsstand hinaus geht.
    Mit diesem Schreiben appellieren wir an die Filmschaffenden aller Produktionsbereiche, sich unserem Aufruf anzuschließen und mit ihrem Namen unsere Aktion zu unterstützen. Wir fordern die Einführung der Preiskategorie European Editor, um dem Filmschnitt seine gebührende Aufmerksamkeit durch die European Film Academy zukommen zu lassen.

    Ich zitiere die Vorstandsmitglieder der Berufsverbände der EditorInnen aus Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz:
    AUFRUF AN ALLE EUROPÄISCHEN FILMSCHAFFENDEN
    Am 12. Dezember werden wieder die Europäischen Filmpreise verliehen. Die European Film Academy (EFA) vereint über 2.000 europäische Filmschaffende mit dem gemeinsamen Ziel, die Filmkultur Europas zu fördern. Vom Kurzfilm bis zur besten Entdeckung werden Drehbuchautoren, Produzenten, Regisseure, Kameraleute und Darsteller für ihre Leistungen gewürdigt.

Für Editoren vergibt die Academy hingegen nur einen Sammelpreis, den Prix d’excellence, bei dem beispielsweise dieses Jahr entschieden werden soll, ob der Schnitt von „Vincere“ besser ist als die Maske vom „Baader Meinhof Komplex“.
Wir glauben, dass die Academy mit dieser Praxis der Bedeutung der Arbeit der Filmschaffenden nicht gerecht wird und fordern die EFA auf, stattdessen die Preiskategorien European Editor und European Production Designer wiedereinzuführen.

Vor vier Jahren hat die European Film Academy einmalig herausragende Editoren ausgezeichnet und damit zur Würdigung des Filmschnitts als einem wesentlichen Grundelement des Mediums Film beigetragen. Seither kann jedoch nicht von Würdigung, sondern eher von Vernachlässigung des Filmschnitts seitens der European Film Academy die Rede sein. Gerade weil der Filmschnitt als unsichtbare Kunst im Hintergrund seinen wichtigen Beitrag zum Gesamtwerk leistet, brauchen Editoren eine öffentliche Präsenz, die über den eigenen Berufsstand hinaus geht.

    Mit diesem Schreiben appellieren wir an die Filmschaffenden aller Produktionsbereiche, sich unserem Aufruf anzuschließen und mit ihrem Namen unsere Aktion zu unterstützen. Wir fordern die Einführung der Preiskategorie European Editor, um dem Filmschnitt seine gebührende Aufmerksamkeit durch die European Film Academy zukommen zu lassen.
    Wenn Sie diesen Aufruf unterstützen wollen,  hier klicken!


  • Werbefilm / ©2009 / 3 min 16 sec / DVCPro HD 16:9 stereo
    Eine Produktion von GYROCAM für Mostviertel Tourismus
    Gestaltung: Gernot Grassl / Kamera & Produktion: Jürgen Moors / Pilot: Wolfgang Spät / Musik: Mario Dancso
    Nach dem Erstling “Die Moststraße von oben” nun der zweite GYROCAM-Werbefilm für den Mostviertel Tourismus: „Der Naturpark Ötscher – Tormäuer“. Ich freu mich sehr, dass wir den Dreh doch noch im November hinbekommen haben, denn die Chancen standen wetterbedingt schlecht: nach dem zwar extrem milden aber auch sehr diesigen Oktober folgte urplötzlich der Wintereinbruch mit massivem Schneefall in allen leicht erhöhten Lagen Österreichs. In ganz Ostösterreich folgte zwar Erwärmung und damit auch die erhoffte Schneeschmelze, aber Regen und Nebel beherrschten die Großwetterlage. Bis an einem einzigen Wochenende die Wolken  begannen, die Gipfel freizugeben. Während der Nebel sich noch langsam in die Niederungen zurückzog, waren Pilot Wolfgang Spät und Kameramann Jürgen Moors schon zur Stelle, um die atemberaubenden Bilder dieser wunderschönen Region Niederösterreichs zu drehen. Der Schnitt war für mich dann vergleichsweise einfach: die stärksten Bilder mit der atmosphärische Komposition von Mario Dancso richtig zu kombinieren und dramaturisch richtig zu gewichten. Aus ca. 2 Stunden leckerem Rohmaterial die besten 196 Sekunden rauszusuchen, war da die schwierigste Aufgabe. Eigentlich wäre auch ein Film über die Eisenstraße (inklusive Waidhofen/Ybbs) geplant gewesen, diesen Dreh mussten wir definitiv auf Frühling 2010 verschieben. Mehr zu GYROCAM gibt es auf unserer eigenen GYROCAM-Homepage.