Ich heiße Gernot Grassl und bin Film Editor in Wien. Momentan arbeite ich mit Herbert Krill an einem Dokumentarfilm über Heimito von Doderer. Meine bisherigen Arbeiten finden Sie in meiner Filmographie, ab Herbst 2017 stehe ich für neue Projekte zur Verfügung: office@gernotgrassl.com

  • Reiseckers Reisen Staffel 4_kl__480px
    Dokumentationserie / 10 x 26min / Idee, Regie, Kamera: Michael Reisecker / Schnitt: Gernot Grassl / Schnittassistenz: Samira Ghahremani, Thomas Cervenca / Transkription: Harald Hötzinger, Fabian Gasperl / Musik: Anton Auer, Sportfreunde Stiller / Grafik: Ralf Ricker / VisualFX: Matthias Halibrand / Tonmischung: Soundtrack Unlimited / Color Grading: Simon Graf / Produktion: NGF Geyrhalter Film

    Liebe Leute, es ist endlich soweit: die neue Staffel von Reiseckers Reisen geht auf Sendung! Der neugierige Michi führt uns dabei in noch unerforschte Ecken österreichischen Daseins und schafft es erneut, mit interessanten und skurrilen Lebensgeschichten zu überraschen.
    Die Reise beginnt in Sommerstimmung an der Alten Donau in Wien und führt uns in 2 Spezialfolgen auch über die Grenzen des Landes hinaus, auf jedoch zutiefst österreichisches Gebiet: in das italienische Urlaubsdomizil Lignano Sabbiadoro. Es geht weiter über die Wachau in Niederösterreich und das tirolerische Karwendel ins  Brandnertal in Vorarlberg, weiter in die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz, ins steirische Gesäuse, bis in den ersten Bezirk Wiens – und endet im tiefverschneiten Salzburger Pongau.

    Welche Folge “die Beste” dieser  Staffel ist, ist für mich unmöglich zu sagen. Es ist selbst für mich als Editor dieser Serie einfach unglaublich, wie es Michi Reisecker gelingt auch nach fast 40 Sendungen immer wieder Neues und Spannendes zu entdecken. Und gerade in Zeiten, wo in diesem Land so viel von der Spaltung der Gesellschaft, vom großen Gefälle zwischen Stadt und Land geredet wird, wirken die Geschichten und Lebenseinstellungen der 50 (!) Protagonisten dieser neuen Staffel wie Balsam auf die gebeutelte österreichische Seele. Schaut’s euch das an, es wirkt!

     

    Sendetermine jeweils Dienstags um ca 23.25h auf ORF1 im Rahmen der  DI.NACHT:
    20.9. Alte Donau
    27.9. Lignano Teil I
    4.10. Lignano Teil II
    11.10. Karwendel
    18.10. Wachau
    25.10. Brandnertal
    (Pause aufgrund von Allerheiligen und US-Wahl)
    22.11. Linz
    29.11. Gesäuse
    06.11. Innere Stadt
    13.12. Pongau
    20.12. Pinzgau (WH)

    Nach Ausstrahlung ist jede Sendung 1 Woche in der ORF-TVthek abrufbar.
    Foto: www.eh-fotografie.com

     

  • Premiere - Alles unter Kontrolle

     

    “Eine globale Warnung vor der totalen Kontrolle” - Kronenzeitung

    “Ein eindrucksvolles Stück Bildungskino” - Format

    “Unterhaltsame Inszenierung” - Der Standard

    “Humorige Einlagen und interessante Gesprächspartner” – ray Filmmagazin

    “Gut gewählte Expertenstimmen” - Die Presse

    “Beeindruckende Anzahl an Einschätzungen und Eindrücken” - Falter

    “Guter Überblick für alle die sagen, sie hätten nichts zu verbergen” - Wiener Zeitung

    “Schmerzvolle Wahrheiten in starken Bildern” - Format

    “Plädoyer für einen sensibleren Umgang mit Daten” - Salzburger Nachrichten

    “Wer glaubt, alles unter Kontrolle zu haben, wird durch diesen Film eines besseren belehrt” - TV Media

    “Empfehlenswert für alle, die nicht wollen, dass ihre Daten verscherbelt werden” - Kronenzeitung

    “Sehr unterhaltsamer Film bietet Stoff zum Grübeln, Staunen und Lachen” - Filmclicks

  • ALLES UNTER KONTROLLE Plakat final
    investigativer Kinodokumentarfilm | 90 min | Buch und Regie: Werner Boote | Schnitt: Emily Artmann & Gernot Grassl | Kamera: Dominik Spritzendorfer, Mario Hötschl | Ton: Andreas Hamza | Produktionsleitung: Michael Meisterhofer | Musik: Marcus Nigsch | Recherche: Markus Zizenbacher | Tonmischung: Thomas Pötz, Cosmix Studio | Compositing und HD Postproduktion: Christian Leiss | Produktionsassistenz: Daniela Patz | Herstellungsleitung: Markus Glaser | Produzenten: Nikolaus Geyrhalter, Markus Glaser, Michael Kitzberger, Wolfgang Widerhofer

    Facebook, Amazon und Google liefern uns rund um die Uhr den Zugang zur bequemen digitalen Welt! Überwachungskameras auf der Straße sorgen für unsere Sicherheit. Aber wer sammelt eigentlich unsere Fingerprints, Iris-Scans, Vorlieben beim Online-Shopping und was wir in den sozialen Netzwerken teilen? Ist uns unsere Privatsphäre gar nicht mehr so wichtig? Gewohnt charmant macht sich der neugierige Filmemacher Werner Boote auf den Weg rund um den Globus, um die „schöne neue“ Welt der totalen Kontrolle zu erkunden. ALLES UNTER KONTROLLE von Werner Boote („Plastic Planet“, „Population Boom“) – ein aufrüttelnder Film über die Selbstverständlichkeit der Überwachung. Ab 25. Dezember im Kino.(Pressetext)

    Vier Jahre hat Werner Boote sich diesem großen Thema gewidmet, vom ersten Konzept über die Finanzierung, Recherche, Dreh bis zum Schnitt und Postproduktion. Nach intensiver Arbeit meiner Kollegin Emily Artmann hatte ich die Ehre, den Schnitt dieses Filmes  in der Rohschnittphase zu übernehmen und in knapp vier Monaten fertigzustellen. In dieser Zeit haben Werner Boote und ich viele dramaturgische Ideen entwickelt, umgesetzt, wieder verworfen und angepasst, was eine sehr herausfordernde Aufgabe war, die aber auch viel Spaß gemacht hat. Auch die Zusammenarbeit mit Komponist Marcus Nigsch war außergewöhnlich fruchtbar, seine Musik gibt dem Film einen unverwechselbaren Sound. Diesen mit den starken Bildern von Dominik Spritzendorfer und Mario Hötschl in eine spannende Story zu einem großen Thema zu packen, war für mich eine der spannendsten und kreativsten Arbeiten überhaupt.
    Go check it out! Ab 25. Dezember 2015 im Kino.

     
    www.allesunterkontrolle.at

     

  • RR Reisebüro

     

    Zur Ausstrahlung der letzten Folge von Reiseckers Reisen, Staffel 3

    Die dritte  Staffel von Reiseckers Reisen ist wieder hervorragend gelaufen: Trotz gleichbleibend später Sendezeit ist die Zahl der Stammseher weiter gestiegen, Mundpropaganda und die Anzahl der Facebook-Follower nimmt nach jeder Sendung zu, der „Kultfaktor“ der Dokumentarfilmserie hat sich bis nach ganz oben im ORF herumgesprochen. Das Format ist, wie es so schön heißt, aufgegangen.

    Warum es mir als Editor dieser Serie nach 30 Folgen immer noch Spaß macht, diese dokumentarischen Kleinode zu montieren, hat mehrere Gründe: die Authentizität des Materials, die spürbare Zufälligkeit der Begegnungen, das Lokalkolorit der Regionen (die Dialekte!), die Vielfalt an Lebensentwürfen, die jugendliche Neugier des Herrn Reisecker und dieses freie Gefühl des “einfach Drauflosfahrens”, das sich durch alle Sendungen zieht.
    Das emotional Schönste für mich ist aber die unvergleichliche Weise mit der Reisecker mit seiner respektvollen Haltung und seiner aufs Minimum reduzierten Drehtechnik es schafft, eine Vertrauensbasis mit seinem Gegenüber zu erzeugen, die es mir (und den Zuschauern) erlaubt, bei diesen sonst im Fernsehen so selten gewordenen Glücksmomenten dabei zu sein: wie offen und freundlich die meisten Menschen spontan auf seine Vorstellung reagieren; oder wenn sich anfängliche Skepsis in Vertrauen verwandelt; wenn plötzlich ein einziger Satz meine unbewussten Vorurteile zerbröseln lässt; oder diese kurze, nachdenkliche Stille, bevor eine schlichte Weisheit unaufgeregt ausgesprochen wird. Und ich und wir Zuschauer schauen diesen Menschen direkt in die Augen und bekommen das Gefühl, diesen privaten Moment nur für uns allein zu haben. Und das funktioniert in dieser Staffel 3 noch besser als bisher, weil Reisecker auch gelernt hat, sich im richtigen Moment zurückzunehmen, innezuhalten, uns diese Momente zu überlassen. Um dann wieder für uns Fragen zu stellen, die als Antwort Geschichten ergeben, die uns manchmal so seltsam vertraut vorkommen, wie Erinnerungen aus unserer Kindheit, manchmal schön, manchmal schmerzhaft. Und darin liegt der Zauber dieser Sendung verborgen: Es geht ums Leben. Es geht um uns.

    2016 soll es weitergehen – schauma moi!

    Letzte Folge heute Abend, 3. März 2015, 23.30 Uhr, ORF1:
    Reiseckers Reisen: Am Brenner
    danach 1 Woche in der Mediathek des ORF

     

     

     

     

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    Musik-Dokumentation | 60 min |Regie: Herbert Krill | Kamera: Bernd Meiners, Jürg Walther | Ton: Jörg Johow, Mike Schmidt | Schnitt: Gernot Grassl | Produktion: Roland Heckl, Action Agency Austria für ZDF 3sat

    Erstausstrahlung: Samstag, 18. Oktober 2014, 22.00 Uhr in 3sat im Rahmen der Dokumentarfilmreihe “Musicmania”

    In einer Art Roadmovie erkundet “Song of the Cowboy” die Songs von Amerikas immer noch “wildem” Westen und die Lebenswelt der modernen Cowboy-Singer und -Songwriter. Die Protagonisten des Films sind alle tief im Westen der USA verwurzelt. Ganz gleich ob sie auf einer Ranch arbeiten oder selbst eine betreiben, ob sie Amateurmusiker oder Profi sind: Vom Pioniergeist der Vergangenheit sind sie genauso geprägt wie von den sozialen und ökologischen Problemen der Gegenwart. Und davon zeugt auch ihre Musik, authentisch und voller Hingabe an das Leben.
    Wylie Gustafson ist Pferdezüchter in Montana und 150 Tage im Jahr als Sänger und Gitarrist auf Tour. Seine poetischen Texte feiern die Schönheit der Schöpfung und stehen in reizvollem Kontrast zu seiner sehr modern klingenden Musik. Die 19-jährige Kristyn Harris ist eine der jungen Hoffnungen der Cowboy Music. Auf ihrer Ranch nahe Dallas lebt sie ihren ganz eigenen Cowgirl-Traum. Gleichzeitig ist sie eine hart arbeitende und enorm zielstrebige Musikerin. Der Crow-Indianer Henry Real Bird war früher Rodeo-Reiter, heute züchtet er Rodeo-Pferde. In seinen Songs verarbeitet er vor allem indianische  Gesangstraditionen. Gail Steiger schließlich ist der Rebell unter den Cowboy-Sängern. Den Sommer über arbeitet allein auf seiner Ranch in Arizona; seine Musik spiegelt vor allem die sozialen und ökologischen Probleme im amerikanischen Westen von heute.
    Herbert Krill erkundet die Lebenswelt seiner Protagonisten und begleitet sie zu ihren Konzerten beim “Cowboy Poetry Gathering”, dem legendären Szenetreff der Cowboy Music in Elko, Nevada.
    “Musicmania” ist eine siebenteilige Dokumentarfilmreihe. Sie begleitet ungewöhnliche Musiker unterschiedlichster Genres, schaut ihnen auf die Finger und zeigt wie sie ihre Obsession leben. Mehr Infos unter www.3sat.de

    Herbert Krill did a wonderful job of capturing the spirit of the Cowboy Poetry Gathering in Elko, Nevada, and the lives of the main subjects. The photography is stunning.
    Margo Metegrano, Chefredakteurin des Blogs “cowboypoetry.com”

    “Song of the Cowboy” wird auch beim nächsten National Cowboy Poetry Gathering in Elko, Nevada gezeigt:

    Do 29.1. 2015  um 15.30h,  Northeastern Nevada Museum
    Fr 30.1.2015 um  10.00h,  Westates Theatres, Elko Crystal 5

     

  • Foto-1
    Dokumentation / 45min / Regie: Günter Kaindlstorfer / Kamera: Attila Boa, Joerg Burger / Schnitt: Gg / Musik: Mario Dancso / Wissenschaftliche Beratung: Thomas Ballhausen, Hannes Leidinger, Verena Moritz, Karin Moser / © 2014 Navigator Film, ORF, BMBF, mit Unterstützung des Zukunftsfonds
    Der Erste Weltkrieg gilt als der erste Film- und Medienkrieg der Geschichte. In der umfassenden dreiteiligen DVD-Edition wird die audiovisuelle Propaganda des »Großen Krieges« aus verschiedenen Blickwinkeln und unter Einbeziehung neuer, bislang unveröffentlichter Filmquellen kritisch hinterfragt und präsentiert. Die von dem renommierten ORF-Journalisten Günter Kaindlstorfer gestaltete Dokumentation »Krieg der Bilder. Lüge und Propaganda im Ersten Weltkrieg« widmet sich der Geschichte hinter der Propagandamaschinerie.
    Die Vorgeschichte und der Verlauf des Krieges an den verschiedenen Fronten, aber auch abseits der Kampfschauplätze werden in DVD 2 »Jubel und Elend. Illustrationen zum Zeitgeschehen« in den Fokus genommen. Der Entwicklung der Kinoindustrie und der staatlichen Bildpropaganda in der Donaumonarchie widmet sich DVD 3 »Fiktion und Realität. Das österreichisch-ungarische Filmschaffen 1914–1918«. Begleitende Booklets liefern zahlreiche Hintergrundinformationen. Erwerben kann man die 3fach-DVD-Box im Onlineshop Filmarchiv Austria.

    Die 45min-Dokumentation von Günter Kaindlstorfer wird Ende Juni 2014 vom ORF unter dem Titel “Die Macht der Bilder” ausgestrahlt.

  • Weitwanderer Johannes - eine Begenung, bei der es selbst Michael Reisecker kurz die sprache verschlägt

    Weitwanderer Johannes – eine Begegnung in Folge 1 der neuen Staffel, bei der es selbst Michael Reisecker kurz die Sprache verschlägt

    Dokumentationserie / 10 x 26min / Idee, Regie, Kamera: Michael Reisecker / Schnitt: Gernot Grassl, Max Kliewer / Schnittassistenz: Harald Hötzinger, Fabian Gasperl / Musik: Anton Auer, Sportfreunde Stiller / Grafik: Ralf Ricker / VisualFX: Matthias Halibrand / Tonmischung: Soundtrack Vienna / Produktion: NGF Geyrhalter Film / ORF-Redaktion: Franz Grabner, Herbert Schaden

    Was nach dem großen Echo der letzten Folgen im Jänner und Februar 2013 absehbar war, ist nun gewiss: die Serie “Reiseckers Reisen” geht in die Verlängerung! Zehn neue Folgen in spannenden Regionen Österreichs sind ab 01. Oktober 2013 wöchentlich on air, auf neuem Sendeplatz Dienstag Nachts in ORF eins um 23.25Uhr:

    1.10. Krieau
    8.10. Salzkammergut
    15.10. Neusiedlersee
    22.10. Großglocknerstraße
    29.10. Prater
    5.11. Salzburg
    12.11. Dreiländereck
    19.11. Donauradweg
    26.11. Südoststeiermark
    3.12. Lienz

    Ich freu mich sehr, dass das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit seit April nun dem Publikum präsentiert wird! Und obwohl Reiseckers Art, neugierig und offen durch sein Heimatland zu reisen und auf Menschen zuzugehen, gleich geblieben ist, so bietet jede einzelne dieser  neuen Folgen selbst dem alteingesessenen Fan überraschende Aspekte. In der bereits ausgestrahlten Folge 1 “Krieau” war es für mich das lange Eintauchen in die mir völlig fremden Welt  des Trabrennsports, weit weg der üblichen “Sportberichterstattung”; und die Begegnung mit Weitwanderer Johannes, der mich wirklich zum Nachdenken angeregt hat, was man an materiellen Dingen wirklich braucht im Leben.

    Und während ich für die weiteren Folgen ähnliche Highlights verspreche, kommt mir gerade, dass wir für die letzten 3 Folgen noch mitten im Rohschnitt sind und noch einiges an Arbeit auf uns wartet… also, back to work – drückt uns die Daumen!

  • Kinodokumentation / 90min / R: Werner Boote / Kamera: Dominik Spritzendorfer / Schnitt: Emily Artmann / additional editing: Gernot Grassl, Max Kliever / P: NGF Geyrhalterfilm  Markus Glaser/Michael Kitzberger/Wolfgang Widerhofer/Nikolaus Geyrhalter

    Ein bekanntes Horrorszenario: 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Schwindende Ressourcen, giftige Müllberge, Hunger und Klimawandel – eine Folge der Überbevölkerung? Wer behauptet eigentlich, dass die Welt übervölkert ist? Und wer von uns ist zuviel?
    Nach dem großen Kinoerfolg von „Plastic Planet” bereist der neugierige Dokumentarist Werner Boote unseren Planeten und untersucht für POPULATION BOOM ein jahrzehntelang festgefahrenes Weltbild. Für ihn stellt sich eine völlig andere Frage: Wer oder was treibt dieses Katastrophenszenario an? (aus dem NGF Pressetext)

    “Population Boom”, der erste von der Nikolaus Geyrhalter Film produzierte Dokumentarfilm von Werner Boote, war auch meine erste Zusammenarbeit mit ihm. Nach langer und sorgfältiger Schnittarbeit von Cutterin Emily Artmann wurde ich im Endspurt für den Feinschnitt mit an Bord geholt, um mit frischem Blick mitanzupacken. Eine für mich neue Herausforderung, hatte ich doch bisher noch nie die Arbeit einer/s Kollegin/en fortgesetzt oder umgeschnitten, was anfangs auch eine gewisse respektvolle  ”Schnitthemmung” zur Folge hatte. Beim Sichten früherer, Monate zurück liegender Schnittversionen des Films wurde mir bewusst, wie viel Zeit und Energie schon in diesen Film gesteckt worden war und welche Klarheit der dramaturgische Aufbau des Films dazwischen schon bekommen hatte.

    Die große Stärke von “Population Boom” ist meiner Meinung nach erstmal das Dogma “Überbevölkerung” an sich: selbst 1971 geboren, kann ich mich gar nicht erinnern, nicht in einer Zeit gelebt zu haben, in der nicht permanent behauptet wurde, es gäbe zu viele Menschen auf der Erde – niemals hätte ich dieses Weltbild hinterfragt. Und die Art und Weise, wie Werner Boote diesem tief verankertem “Faktum” langsam – manchmal schlau, manchmal naiv spielend aber immer glaubhaft – auf den Zahn fühlt, ist spannend, unterhaltsam und informativ zugleich. Mit Hilfe der beeindruckenden Bilder von Kameramann Dominik Spritzendorfer hinterfragt er die negative Konnotation von Menschenmassen und  schafft es sogar, sie umzudeuten. Und so nimmt Doku-Popstar Boote sein Publikum mit auf eine weltumspannende Reise  und beschert ihm einen großen, angenehmen Erkenntnisgewinn. Welchen genau? Zu sehen ab sofort im Kino.

    Mehr Infos zum Film unter
    www.population-boom.at oder www.geyrhalterfilm.com.